"Eines der schwierigsten Manöver"

So üben die Fallschirmjäger eine Wasserlandung im Edersee

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Fallschirmjäger üben die Wasserlandung im Edersee

Edersee. Fallschirmjäger der in Stadtallendorf stationierten Division Schnelle Kräfte üben in dieser Woche Wasserlandungen am Edersee für Notsituationen.

Mit einem Transportflugzeug C160 Transall starteten am Dienstag 100 Springer in zwei Etappen vom Flughafen Kassel-Calden in Richtung Talsperre. Zahlreiche Schaulustige säumten das Ufer, als die Transall über die Waldecker Burg einschwebte.

Kommandeur Andreas Marlow war einer der ersten Soldaten, den Pionier- und Rettungsboote nach geglückter Landung an Bord nahmen. Der lange und tiefe Stausee sei nahezu ideales Trainingsgebiet, sagte der Generalmajor.

Nach dem Sprung aus 400 Metern Höhe bleibt nur eine Minute bis zur Landung. Nach Verlassen des Flugzeugs werde überprüft, ob sich der Fallschirm korrekt entfaltet und kein anderer Springer zu nahe ist. „Und dann muss man sich schon während des Flugs vom Gurtzeug befreien,“ erläutert Marlow wichtige Handgriffe.

Zur Aus- und Weiterbildung der Soldaten werden Automatik- und Freifallsprünge geübt. Insbesondere wird die Wasserlandung durch automatische Auslösung trainiert. „Es gilt als eines der schwierigsten Manöver für Fallschirmspringer“, erläutert Major Kieron Kleinert von der Pressestelle der Herrenwaldkaserne in Stadtallendorf.

Während der Flugplatz in Calden Start für die Automatiksprünge ist, werden Freifallsprünge mit dem Ziel-Aerofallschirmclub in Calden absolviert. Dabei werden Fallschirmjäger aus Höhen von 3500 Metern und höher abgesetzt. An der Übung nehmen auch Fallschirmspringer der US-Army und niederländische Fallschirmjäger teil.

Die Division Schnelle Kräfte führt die Heeresflieger und Spezialkräfte sowie deutsche und niederländische Fallschirmjäger und ist unter anderem Träger der Luftbeweglichkeit im Deutschen Heer und zu schnellen Anfangs- sowie militärischen Evakuierungsoperationen befähigt. Wichtige Anforderung ist die Fallschirmsprungausbildung, die jedes Jahr am Edersee trainiert wird.

Am Mittwoch sind weitere 100 Sprünge vorgesehen. Die Transall startet mit jeweils 50 Soldaten um die Mittagszeit und am Nachmittag in Richtung Edersee. Kleinert: „Uhrzeiten sind stark wetterabhängig.“ Das Flugzeug dreht mehrere Runden um den Edersee, da die Fallschirmjäger in kleinen Gruppen springen. (WLZ/Höhne)

Fallschirmjäger trainieren am Edersee

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Quelle: HNA

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