1000 Jahre alter Baum zwischen Reddighausen und Holzhausen stirbt ab

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Markanter Ort im Wald: Grenzgang-Organisator Herbert Wiegand an der Kanzeleiche, die auf Holzhäuser Seite steht.   

Reddighausen. Beim Reddighäuser Grenzgang vor zehn Jahren haben die Wanderer noch über die prachtvolle alte Kanzeleiche im Wald zwischen Reddighausen und Holzhausen gestaunt, mittlerweile ist der Baum, der auf über 1000 Jahre geschätzt wird, blätterlos.

„Er ist scheinbar abgestorben, in ein paar Jahren wird er nicht mehr da sein“, sagt Herbert Wiegand, der Haupt-Organisator des Reddighäuser Grenzgangs in diesem Jahr. Die Gemarkungsgrenzen rechts der Eder – unter anderem auch nahe der Kanzeleiche – werden am 29. September abgegangen.

Die Kanzeleiche ist noch immer ein markanter Baum. Die alte Eiche steht hoch oben im Wald auf einem Felsen, sie hat sich förmlich an den Steinen festgekrallt. „Den Weg dorthin findet man nur, wenn man ihn kennt“, sagt Herbert Wiegand. Der Reddighäuser – ein gebürtiger Holzhäuser – beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte dieser Region. „Die Kanzeleiche ist in vielen alten Beschreibungen erwähnt.“ Früher haben dort zu Himmelfahrt Gottesdienste stattgefunden – daher der Name Kanzeleiche. Der Sage nach soll im 8. Jahrhundert sogar der Missionar Bonifatius dort gepredigt haben. (jpa)

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Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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