Frankenberg

Über der „Sonne“ funkelt ein Stern

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- Frankenberg (jos). Für Florian Hartmann ist gestern ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen: Am Morgen erhielt der 31-Jährige die Nachricht, dass seine Leistung als Küchenchef im Restaurant Philipp Soldan mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wird.

Gerade mal ein Jahr ist der gebürtige Schwabe im Hotel „Die Sonne Frankenberg“ tätig – und schon hat es geklappt mit der wohl begehrtesten aller Auszeichnungen für Spitzen-Restaurants. Ausruhen will sich der junge Sterne-Koch allerdings keinesfalls auf seinen gerade erworbenen Lorbeeren: „Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, sagt der junge Mann froh gelaunt. Zum einen muss ein Michelin-Stern Jahr für Jahr „verteidigt“ werden. Und zum anderen rechnet Hartmann damit, dass künftig noch mehr Gäste von außerhalb ganz gezielt den Frankenberger Gourmet-Tempel ansteuern, um sich von dessen ausgezeichneter Qualität zu überzeugen.

Martin Viessmann, Chef des gleichnamigen Heiztechnik-Unternehmens und Inhaber der „Sonne“, war einer der ersten Gratulanten. „Das war natürlich sehr, sehr positiv“, freut sich Marketing-Chef Michael Lemke. Immerhin ist es ja auch das erklärte Ziel der „Sonne“ gewesen, mit dem Gourmet-Restaurant einen Michelin-Stern zu erhalten. Dass es mit Florian Hartmann so schnell klappen würde – damit war allerdings nicht unbedingt zu rechnen.

Die Auszeichnung gilt für ein Jahr und nur im Zusammenhang für Küchenchef und Restaurant. Sollte sich Hartmann also dazu entschließen, das Haus zu verlassen, würde der Stern seine Gültigkeit verlieren. Doch dahingehend hat die Hotel-Direktion offenbar vorerst nichts zu befürchten: „So schnell werde ich nicht die Segel streichen“, sagt der Spitzen-Koch.

Hartmann ist gebürtig aus Schwäbisch Hall. Im Laufe seiner steilen Gastronomie-Karriere hat er die weite Welt bereist und in Spitzen-Restaurants in Metropolen wie Hamburg oder London gekocht. Den Wechsel nach Frankenberg hat er allerdings nicht bereut. „Die Landschaft hier ist einfach traumhaft“, schwärmt der in Battenberg wohnende Küchenchef.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, den 11. November.

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