Übergang des Hallen- und Freibades an EWF steht nichts mehr im Wege

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Gehen zum 1. Juli in das Eigentum der Energie Waldeck-Frankenberg über: Hallen- und Freibad in Battenberg.

Battenberg. Der Zweckverband Schwimmbad hat einer Übernahme des Battenberger Hallen- und Freibades in den steuerlichen Querverbund der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) zugestimmt.

Der Zweckverband hatte über verschiedene Einzelpunkte zu beraten. Zunächst ging es um den Kauf des 17 576 Quadratmeter großen Grundstücks sowie der Gebäude mit allen baulichen und technischen Anlagen des Hallen- und Freibades.

Der Gesamtpreis für das Grundstück sowie alle Gebäude und Anlagen wurde auf 2,16 Millionen Euro festgesetzt. Die Vereinbarung sieht vor, dass dieser Preis mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent, festgeschrieben bis Ende 2023, gestundet wird. Der anteilige Kaufpreis für die Gebäude und Anlagen in Höhe von 1,8 Millionen Euro wird durch die EWF in Höhe der im jährlichen Defizit für den Betrieb des Hallen- und Freibades enthaltenen Abschreibung für die übernommenen Gebäude und Anlagen getilgt.

Der Zweckverband Schwimmbad Battenberg, der sich aus Vertretern der Stadt und des Landkreises Waldeck-Frankenberg zusammensetzt, wird zum 1. Juli Mitglied des Zweckverbandes Energie Waldeck-Frankenberg. Der Zweckverband Schwimmbad ist Träger der Bäder. Dieses Gremium entscheidet zum Beispiel über Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Investitionen. Über den Zweckverband war bisher sichergestellt, dass der Landkreis Waldeck-Frankenberg ein Viertel der jährlichen Verluste aus dem Bäderbereich abdeckt. Das soll grundsätzlich auch so bleiben.

Der Zweckverband Schwimmbad Battenberg erwirbt zwölf Anteile für eine Million Euro am Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg, zuzüglich eines Aufgeldes von 30.000 Euro. Dafür erhält der Zweckverband Schwimmbad Battenberg zwei Sitze mit jeweils einer Stimme. Finanziert werden soll die Einlage von einer Million Euro über einen Kredit. Zwischen der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH und dem Zweckverband Schwimmbad Battenberg wird ein Betriebsführungvertrag geschlossen.

Über eine Zusatzvereinbarung wird geregelt, dass der Münchner Thüga AG als Anteilseignerin (49,9 Prozent) der EWF keine Nachteile entstehen. „Im Extremfall darf die Thüga auch verlangen, dass die Bäder zurückgegeben werden“, sagte EWF-Prokuristin Inken Barth auf Nachfrage.

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Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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