24-Stunden-Pflügen in Dörnholzhausen

Überstunden für zwei Rentner vom Lande

+
In der Nacht sorgten Feuertonnen und Beleuchtung durch das Technische Hilfswerk für Atmosphäre.

Frankenberg - Gut 1500 Besucher wollten am Wochenende sehen, wie 28 Pferdestärken vier Hektar Land pflügen - und brachten dazu mehr als das 1000-Fache an Leistung mit.

„Das glaubt man nicht. Das glaubt man nicht.“ Kopfschüttelnd, aber grinsend läuft Matthias Eckel über seinen Acker, kurz vor dem Dörnholzhäuser Ortsschild. 20 von 24 Stunden Dauerpflügen sind verstrichen – und der Organisator weiß jetzt schon, dass dieses Pflügen das vergangene vor acht Jahren in jeder Hinsicht überflügeln wird. Trotz des Wetters, das auch an diesem Wochenende immer wieder Regen über‘s Land schickt. Und obwohl wieder einmal der rund vier Hektar große Acker am Schluss nicht komplett gepflügt ist.

Im Hintergrund stehen unzählige Schlepper aus dem Altkreis, aber auch aus Usseln oder Erndtebrück. Knapp 250 werden es am Schluss sein – mit mehr als 28000 Pferdestärken. 20000 hatten sich die Dörnholzhäuser als Ziel gesetzt. Die Spannweite reicht vom behutsam gepflegten Nachkriegsmodell bis zur modernen Maschine aktuellen Baujahrs. Ein Landhändler wirbt, überall klacken die Kameras von Technikbegeisterten. Kinder rennen über das Feld, dürfen für eine kleine Spende ein paar Runden mitfahren. Das dabei gesammelte Geld ist für den Lebenshilfe-Verein bestimmt.

Schon am Samstagabend gibt es einen guten Grund, Dörnholzhausen zu besuchen: Während unter Flutlicht des Technischen Hilfswerkes der Fendt F12 von 1950 und der Hanomag R16 von 1953 mit zusammen 28 PS ihre Bahnen ziehen, wird im Festzelt zur Musik von DJ Jake gefeiert.

Einige Gäste sind tatsächlich die ganzen 24 Stunden am Stück auf dem Acker. Sie erleben auch, wie Dörnholzhausens Ortsvorsteher Karl Hecker-Michel zusammen mit der Designerin Janina Höhle aus Volkhardinghausen die Dorf-Intarsie für die Fußgängerz

4408447

Kommentare