Nach Ortsbeiratssitzung: Arbeitsgruppe sammelt Infos und fragt nach Interesse

Umfrage zur Biogasanlage

Ellershausen. Der Ellershäuser Ortsbeirat will das Thema Biogasanlage weiterverfolgen. In seiner jüngsten Sitzung beschloss das Gremium, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die die nötigen Informationen sammelt für den Bau einer Biogasanlage, die Haushalte im Ort mit Wärme versorgt.

Nach Informationen von Ortsvorsteher Ulrich Metz sollen Mitglieder des Ortsbeirats und interessierte Bürger dieser Arbeitsgruppe angehören. „Es gibt so viele Fragen. Wir müssen erst einmal Grundinformationen beschaffen“, erläuterte er der HNA. Das sollte in einer kleinen Gruppe geschehen.

Wie berichtet, hatte Karl-Heinz Schleiter von der Energiegesellschaft Frankenberg in einer Diskussionsveranstaltung der Vereinigung Tafelrunde eine Modellrechnung für eine Biogasanlage in Ellershausen vorgelegt und damit die jetzigen Überlegungen angeregt.

Die neue Arbeitsgruppe könnte nach Vorstellung von Ortsvorsteher Metz zum Beispiel das Energiedorf Wetter-Oberrosphe besuchen. Dort hat eine Genossenschaft eine solche Biogasanlage gebaut, die zahlreiche Haushalte mit Wärme versorgt. Um Planungen in die Wege leiten zu können, ist es laut Metz auch wichtig, zu ermitteln, welche Haushalte in Ellershausen Interesse hätten, sich einer solchen Wärmeversorgung anzuschließen. Deshalb soll ein Fragebogen erarbeitet werden, in dem dies abgefragt wird. Wenn konkrete Ergebnisse vorliegen, könne ein Konzept erarbeitet werden, das dann im Ortsbeirat und der Ortsgemeinschaft diskutiert werden soll.

Diskutiert wird auch jetzt schon, denn das Thema sorgt für viel Interesse, wirft aber auch zahlreiche Fragen auf. Das hat sich nach Angaben des Ortsvorstehers auch in der jüngsten Ortsbeiratssitzung gezeigt, zu der zahlreiche interessierte Ellerhäuser gekommen waren.

Raiffeisenhaus auch Thema

Thema an dem Abend war auch die Zukunft des Raiffeisenhauses in Ellershausen. Bis zum Jahresende muss entschieden sein, ob die Vereine das Gebäude weiter nutzen wollen. Dafür müssten sie 45 000 Euro aufbringen, um es von der Raiffeisenbank zu kaufen. Ortsvorsteher Metz sprach sich für den Erwerb aus. Bürgermeister Björn Brede könnte sich dort auch ein Lebensmittelgeschäft vorstellen, eventuell in Zusammenarbeit mit der Supermarktkette Tegut, die auch kleine Filialen gründe.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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