Burgwald

Umweltbundesamt lässt auf sich warten

- Burgwald (rou). Die Burgwalder Ortsteile Wiesenfeld, Birkenbringhausen und Burgwald beziehen ihr Frischwasser auch vier Wochen nach Außerbetriebnahme des Wiesenfelder Brunnens von der Energie-Gesellschaft Frankenberg.

Nach dem Nachweis der giftigen Chemikalie Tetrachlorethan im Frischwasser aus dem Wiesenfelder Brunnen (FZ berichtete) hatte das Umweltbundesamt für die zweite oder dritte Dezemberwoche die Bestimmung eines Grenzwertes in Aussicht gestellt. Doch weder dem Kreisgesundheitsamt in Korbach noch der Gemeinde Burgwald liegen bislang Information über den von den Toxikologen bestimmten zulässigen Höchstwert vor. Dies erklärten Amtsmitarbeiterin Dr. Hannelore Wendt und Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch auf Anfrage unserer Zeitung. Auch wenn beide lieber heute als morgen Auskunft vom Bundesamt erhalten würden, „haben wir den ganz großen Druck zum Glück nicht“, erklärte der Rathauschef und verwies auf die reibungslos funktionierende Notversorgung, die von der Energie-Gesellschaft Frankenberg Anfang Dezember in Rekordzeit aufgebaut worden war. „Die Versorgung unserer Bürger mit sauberem Wasser hatte für uns alle absolute Priorität“, erinnerte Koch an die turbulenten Tage vor knapp fünf Wochen, als niemand so recht wusste, wie die Chemikalie zu bewerten ist.

Mittelfristig besteht laut EGF-Geschäftsführer Karl-Heinz Schleiter auch kein Handlungsbedarf. Die Energie-Gesellschaft hat auf dem Gelände der Kläranlage in Haine eine mobile Pumpstation errichtet, die aus der von Röddenau nach Allendorf verlaufenden Wasserleitung durchschnittlich 165 Kubikmeter frisches Wasser pro Tag in die drei Ortsteile der Gemeinde Burgwald befördert. Die waren bis Ende November vom Wiesenfelder Brunnen aus versorgt worden. Die auf dem Kläranlagengelände installierte feste Pumpe befördert täglich knapp 300 Kubikmeter „Frankenberger“ Wasser nach Allendorf.

Bis zur Außerbetriebnahme des Brunnens hatten die Bürger der Industriegemeinde einen Teil des Wassers aus Wiesenfeld bezogen. Im Jahr waren dies 85 000 Kubikmeter. Insgesamt hatte der Wiesenfelder Brunnen in den vergangenen Jahren jeweils rund 165 000 Kubikmeter gefördert. Die Gemeinde Burgwald verkaufte davon 28 000 Kubikmeter an Bürger aus Burgwald, etwa 29 500 Kubikmeter an die Haushalte in Birkenbringhausen und 11 500 Kubikmeter an die Abnehmer in Wiesenfeld. Täglich wurden aus dem Brunnen 700 bis 750 Kubikmeter Wasser gefördert, maximal hätte die Gemeinde 1440 Kubikmeter aus dem Brunnen in die Wasserleitungen pumpen dürfen. Knapp könnte die Versorgung der drei Burgwalder Ortsteile im Sommer werden, wenn die Pumpleistung der Frankenberger Brunnen witterungsbedingt nachlässt. Doch so lange soll es nach Auskunft von Bürgermeister Koch nicht dauern, bis eine dauerhafte Lösung für die Gemeinde Burgwald gefunden ist.Doch so lange solle nicht dauern, bis eine dauerhafte Lösung für die Gemeinde Burgwald gefunden ist. Koch sieht drei Möglichkeiten.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 4. Januar

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