Offener Brief an Gemeinde Burgwald und Hessisches Verkehrsministerium

Umweltverein ist gegen Ortsumgehung der B252

Alternative Trasse: An der Karte erläuterte VSELB-Vorsitzender Reinhard Mayer den Mitgliedern, wie eine wirklich alle Ortsteile entlastende B-252-Linienführung durch den Schafterbach aussehen könnte.

Wiesenfeld. Mit einem offenen Brief will der Verein zum Schutz und Erhalt des Lebensraums Burgwald (VSELB) an die Gemeindevertretung von Burgwald und das Hessische Verkehrsministerium in Wiesbaden appellieren: Der Verein ist gegen die geplante Ortsumgehung der Bundesstraße 252.

Er spricht sich dafür aus, den von Hessen Mobil entwickelten technischen Vorentwurf einer Trasse für die Ortsumfahrung Ernsthausen/Burgwald der Bundesstraße 252 nicht zu genehmigen. Dies beschlossen die Mitglieder des Vereins in ihrer Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus von Wiesenfeld.

In seinem Jahresbericht hatte VSELB-Vorsitzender Reinhard Mayer von mehreren Initiativen des Vereins im vergangenen Jahr berichtet, die Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass angesichts der vorhandenen, modellhaft ausgebauten Strecke zwischen Ernsthausen und Bottendorf durch den „Schafterbach“ nicht zu verantworten sei, ab der Bahnquerung im Senkelbachtal eine Straße neu zu bauen und darauf den Fernverkehr mit täglich 12.000 Fahrzeugen nach Burgwald zu lenken.

Diese Straße hätte schließlich 6,5 Prozent Steigung, 500.000 Kubikmeter Erdbewegung, 15 bis 17 Meter hohe Dämme und eine „gigantische Brücke“, die mit mehr als 21,50 Metern Höhe und 238 Metern Spannweite am ehemaligen Forsthaus Wiesenfeld zurück auf die K 117 führe.

Auch in Ernsthausen gebe es maßgebliche Abweichungen vom ursprünglichen Plan.

Unterstützung hatte der Verein durch die Umweltverbände BUND, NABU und den Verband Hessischer Fischer bekommen, die sich mit dem VSELB im Dezember 2012 ebenfalls für eine Linienführung mit einer Tunnellösung und Anbindung an den Schafterbach ausgesprochen hatten, wobei ab ehemaligem Forsthaus Wolkersdorf in Richtung „Vogelhaus“ zur K 117 weiter geplant werden müsste, um auch Bottendorf vom Verkehr zu entlasten, wie Mayer erläuterte.

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Quelle: HNA

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