Undercover-Film über Musik-Szene der Neonazis wird gezeigt

+
Einblick in Neonazi-Szene: Elmar Henschen (rechts), Vorsitzender der GfW Waldeck-Frankenberg, lud zur einer Vorschau des Dokumentarfilms über die illegale rechte Musikszene ein; (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Cornelia Schönbrodt (Ortenbergschule), Helmut Klein (Burgwaldschule), Stefan Hermes (Edertalschule); auch andere Lehrer sahen den Film vorab.

Frankenberg. Mit Vorführungen des Dokumentarfilms „Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis“ will die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitstechnik (GfW), Sektion Waldeck-Frankenberg, vor den Gefahren warnen, die von der illegalen Neonazi-Rockmusik-Szene insbesondere für Jugendliche ausgehen.

Der Film wird am kommenden Dienstag in Schulen, in der Burgwaldkaserne und für die Öffentlichkeit aufgeführt.

Er zeigt, wie Skinheads und Neonazis bei zum Teil geheimen Konzerten Lieder mit ausländer- und judenfeindlichen Inhalten grölen, wie sie fanatisch „Heil Hitler“ rufen und zu Gewalttaten auffordern.

Seit neun Jahren recherchiert ein Journalist unter dem Tarnnamen Thomas Kuban in der Szene. Verkleidet als Neonazi besucht er die Konzerte und filmt mit einer Knopfloch-Kamera – in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Ungarn.

Als Einstiegsdroge in die rechte Szene bezeichnete der Journalist diese Konzerte. Regisseur und Produzent Peter Ohlendorf hat aus den Aufnahmen einen Dokumentarfilm erstellt. Unter anderem wegen der schlechten Qualität der Filmaufnahmen wird der Film nicht im öffentlichen Fernsehen gezeigt.

Der Dokumentarfilm wird am Dienstag, 11. Juni, von 8 bis 16 Uhr an Frankeberger Schulen und in der Kaserne gezeigt. Eine öffentliche Aufführung mit anschließender Diskussion mit Produzent Peter Ohlendorf findet ab 19 Uhr in der Kulturhalle statt. Es wird um eine Spende zur Refinanierzung des Films wird gebeten.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

Kommentare