Frankenberg

Unfall fordert zwei Todesopfer

- Frankenberg (da). Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Samstag zwei Männer ums Leben gekommen, drei weitere erlitten schwere Verletzungen.

Es war 13.55 Uhr, als sich der folgenschwere Unfall ereignete. Der mit fünf Männern besetzte Wagen befuhr die Bundesstraße 252 von Frankenberg kommend in Richtung Viermünden. Wenige hundert Meter hinter der Kläranlage kam der Wagen am Ausgang einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab.

Der Golf fuhr ein Stück auf dem Randstreifen, eine Böschung hinunter und prallte mit der rechten Front gegen einen Baum. Der Wagen wurde durch die Wucht des Stoßes herumgeschleudert.

Ein 55-jähriger und ein 25-jähriger Mann, beide aus Korbach, waren vermutlich sofort tot. Sie waren in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt, ebenso ein 31-jähriger Korbacher. Ihn befreiten Helfer der Frankenberger Feuerwehr mit hydraulischem Gerät aus dem Auto, danach bargen sie die beiden Toten.

Der 31-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 7 in eine Kasseler Klinik geflogen.

Schwere Verletzungen erlitten auch der Fahrer, ein 23-Jähriger aus Medebach, und ein 31-jähriger Korbacher, der hinten rechts gesessen hatte. Sie waren beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht mehr im Auto – ob sie bei dem Aufprall herausgeschleudert worden waren, stand zunächst nicht fest Sie wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser nach Marburg und Frankenberg gebracht. Ob die Verletzungen lebensbedrohlich sind, vermochte ein Polizeisprecher noch nicht zu sagen. Der Zustand des 31-Jährigen, der nach Kassel geflogen wurde, sei aber vermutlich kritisch.

Die Polizei forderte nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft einen Gutachter an, der die Umstände des Unglücks klären soll. Wie bei schweren Unfällen üblich, wurde dem Fahrer auch eine Blutprobe entnommen. Die Bundesstraße war mehr als zwei Stunden lang voll gespert.

Im Einsatz waren die Notärztin mit Rettungsassistent, die Besatzungen dreier Rettungswagen, der Rettungshubschrauber Christoph 7 mit Notarzt und Rettungsassistent sowie die Frankenberger Feuerwehr mit 17 Aktiven. Mehrere Zeugen des Unfalls unterstützten die Rettungskräfte, darunter eine Ärztin.

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