Protest mit anonymen Brief

Unmut in Gemeinde Haina über Zahl an Flüchtlingen

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Wohncontainer: Fünf solcher mobilen Häuser  für Flüchtlinge sollen in Haina aufgestellt werden. 

Haina-Kloster. Gegen Container für Flüchtlinge in Löhlbach wettert ein anonymer Brief. Hainas Bürgermeister kritisiert, dass der Kreis die Flüchtlinge ungerecht verteile.

Die Gemeinde Haina plant, im Löhlbacher Baugebiet Gaern fünf Wohncontainer aufzustellen, in denen insgesamt bis 25 Flüchtlinge untergebracht werden können.

Dagegen gibt es Proteste. In einem anonymen Brief wird beklagt, dass der Ortsteil, in dem bereits in einer Sammelunterkunft 33 Flüchtlinge leben, überlastet werde.

Auf diesem gemeindlichen Grundstück im Löhlbacher Baugebiet Gaern  sollen die Container für Flüchtlinge aufgestellt werden. 

Der Standort sei aus technischen Gründen ausgesucht worden, erläuterte Bürgermeister Rudolf Backhaus gestern im Parlament. Auch die anderen Ortsteile würden künftig stärker belastet, denn auch die Belegung von Bürgerhäusern werde geprüft.

Zu den anonymem Briefeschreiber sagte er: "Wollt Ihr uns in eine Ecke stellen, wo wir Löhlbacher absolut nicht hin wollen und auch nicht hin gehören?"

Der Bürgermeister selbst wetterte dagegen, dass der Landkreis der Gemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen übermäßig viele Flüchtlinge zuweise. Zunächst müssten die Kommunen Hilfesuchende zugewiesen bekommen, die bisher nur wenige beherbergten, meinte er.

Die Gemeinde Haina wird in diesem Jahr mindestens noch 31 weitere Flüchtlinge unterbringen müssen. Wie und wo das geschehen soll, das erläuterte Bürgermeister Rudolf Backhaus am Donnerstagabend den Hainaer Gemeindevertretern in ihrer Sitzung in Dodenhausen.

Welche Pläne die Gemeinde hat, wo dort schon Flüchtlinge leben, was genau der Bürgermeister zum anonymen Brief in Löhlbach und zur Verteilung der Flüchtlinge auf die 22 Kommunen im Kreis sagt, das lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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