Nach dem Krisenjahr ist die Zahl der Stellen wieder gestiegen

Unternehmen bieten mehr Ferienjobs an

Waldeck-Frankenberg. Unternehmen im Landkreis bieten im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Ferienjobs an. Wegen der verbesserten wirtschaftlichen Lage können große und mittelständische Betriebe mehr Stellen für Schüler und Studenten bereitstellen.

Das bestätigten heimische Firmen auf HNA-Anfrage. „Rund 80 Plätze haben wir dieses Jahr zu vergeben, im vergangenen Sommer waren es 30“, berichtet Edwin Weigel, Leiter der Personalabteilung beim Autoteile-Hersteller Continental in Korbach.

Interessenten könnten sich noch in der Autovisions-Abteilung melden, viele Plätze seien jedoch bereits besetzt. Auch beim Druck- und Spritzgusswerk Hettich in Frankenberg habe sich die Lage verbessert. Pressesprecherin Dr. Nina Stackelbeck teilte mit: „Die Zahl der Fereinarbeiter ist leicht angestiegen.“

Derzeit würden wegen der hohen Bewerberzahl keine weiteren Bewerbungen benötigt. Der Heiztechnik-Hersteller Viessmann in Allendorf-Eder bietet Studenten und Schülern die Möglichkeit eines Werks-Praktikums. Etwa 160 solcher Stellen werden pro Jahr angeboten – laut Pressesprecher Michael Wagner ist die Anzahl in den vegangenen Jahren gleich geblieben.

Die IG Bau bezeichnet hingegen Ferienjobs derzeit als „eher rar“, da viele Betriebe zunächst Kurzarbeit abbauen würden. Trotzdem können Schüler und Studenten im Handwerk, zum Beispiel auf dem Bau, in Malerbetrieben oder bei Dachdeckern, in den Ferien Geld dazu verdienen. „Die Auftragslage hat sich verbessert“, sagt Gerhard Brühl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Viele Handwerks-Betriebe seien auch wegen der Konjunkturprogramme gut ausgelastet und könnten mehr Jobs vergeben, schätzt er ein. „Wir bekommen aber zu Ferienjobs keine Rückmeldungen.“

Von Susanne Weidner

Ausführlicher Bericht in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger und der Waldecker Allgemeine

Quelle: HNA

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