Trauercafe in Frankenberg

Unterstützung über den Tod hinaus

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Renate von Wintzingerode (l.) und Elfi Simshäuser bieten im Trauercafé in Frankenberg Angehörigen von Verstorbenen Unterstützung an. Ambulantes Hospiz Frankenberg,

Frankenberg - Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ambulanten Hospizvereins ermöglichen schwerkranken Menschen ein lebenswertes Lebensende. Für Trauernde gibt es darüber hinaus nun Hilfe in Form eines Trauercafés.

Elfi Simshäuser und Renate von Wintingerode sind schon viele Jahre ehrenamtlich für den Frankenberger Hospizverein tätig. Sie kennen die Sterbebegleitung bis zum Begräbnis. Häufig würde danach allerdings der Kontakt zu den Angehörigen des Verstorbenen abbrechen. Doch dass diese häufig weiterhin Unterstützung gebrauchen könnten, wissen die beiden Frauen.

Seit März richten sie daher alle zwei Wochen ein Trauercafé in den Räumen des Treffpunkts in der Hainstraße aus. Trauernde können dort hinkommen, sich austauschen und die Trauer überwinden. Ein festes Schema gibt es bei den Treffen nicht: „Es hat sich schnell gezeigt, dass die Menschen vor allem reden wollten“, sagt Elfi Simshäuser. Gemeinsam mit Renate von Wintzingerode besucht sie seit Anfang des Jahres und noch bis Mai 2015 einen Weiterbildungskurs zur Trauerbegleiterin in Germershausen im Landkreis Göttingen. Dort lernen sie, sich mit der Trauer von Erwachsenen und Kindern auseinanderzusetzten - zum Beispiel auch im Falle eines Suizids.

Das Trauercafé findet jeden zweiten Mittwoch im Monat um 16.30 Uhr im Treffpunkt in der Hainstraße statt. Nächstes Treffen ist am 10. Dezember. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Kontakt zu Elfi Simshäuser ist unter Telefon 06451/240540 möglich, Renate von Wintzingerode ist unter Telefon 06451/23147 zu erreichen.

Mehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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