Handy lief auf fremde Kosten: 34-Jähriger zu hohen Geldstrafen verurteilt

Frankenberger Land. Aus Geldnot schloss ein 34-Jähriger einen Handyvertrag heimlich auf das Konto einer Bekannten ab. Diese wunderte sich einige Wochen später über eine Mahnung der Telekom und einen Eintrag bei der Schufa. Jetzt wurde der Mann vor dem Amtsgericht Frankenberg wegen Urkundenfälschung und Betrugs verurteilt.

Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Mann im Jahr 2011 mithilfe des Personalausweises und der Bankdaten der ahnungslosen Bekannten das Handy samt Vertragskarte auf ihre Kosten bestellt hatte. Die Bestellung lief über ein digitales Internetformular, die Ware ließ er sich nach Hause liefern. 1000 Euro Geldstrafen kostet ihn nun dieser Betrug.

Laut Richterin Andrea Hülshorst sei Sachverhalt sei klar gewesen: „Der Angeklagte wollte einen Handyvertrag, konnte diesen mit seinen Einträgen im Schuldnerverzeichnis jedoch nicht bekommen.“

Dass der Angeklagte in chronisch klammen Verhältnissen gelebt hat, wurde während der Verhandlung klar. Bereits 2007 und 2011 war er wegen Unterschlagung sowie Vorenthaltung und Veruntreuung von Lohngeldern vor dem Amtsgericht zu Geldstrafen verurteilt worden.

Darüber hinaus wurde der Beschuldigte am Donnerstag in zwei weiteren Betrugsfällen aus dem Jahr 2012 zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt. Er gab zu, in beiden Fällen Babykleidung für seinen neugeborenen Sohn gekauft und durch einen Trick jedoch die Bezahlung umgangen zu haben: In dem Gießener Modegeschäft hatte er per elektronischem Lastschriftverfahren gezahlt, zu Hause ließ er die Zahlungen jedoch zurück buchen. (jsm)

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Quelle: HNA

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