Vater nahm Geld aus Klassenkasse - und wurde dafür jetzt verurteilt

Frankenberg. Weil er Geld aus der Klassenkasse einer Frankenberger Schule genommen hat, ist der Vater eines Schülers jetzt am Amtsgericht Frankenberg zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der 44-jährige Mann aus dem Frankenberger Land wurde am Dienstag am Amtsgericht in Frankenberg zu einer Haftstrafe von acht Monaten wegen Veruntreuung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre, er muss 80 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.

Der Vater eines Schülers soll sich vom 15. Januar bis 31. Oktober vergangenen Jahres zwölf Mal an der Klassenkasse einer Frankenberger Schule persönlich bereichtert haben. Der entwendete Betrag soll insgesamt knapp 2400 Euro hoch sein. Der Angeklagte war als Kassenwart für das Treuhandkonto der Elternschaft zuständig. Er gab zu, sich daran bereichert zu haben, weil er finanziell in Nöten gewesen sei. Er habe sich aber nicht in allen zwölf Fällen selbst bedient, sagte er, sondern in zwei Fällen das Geld tatsächlich für schulische Mittel genutzt: Zum einen für das Abschiedsgeschenk für einen Lehrer, zum anderen für St.-Martins-Brezeln. Allerdings hatte er zum Gerichtstermin keine Unterlagen mitgebracht, um das nachzuweisen.

„Das meiste habe ich für mich genutzt, ich wollte es aber nie behalten, sondern zurückzahlen“, sagte der Angeklagte. Er bereue die Tat, und kündigte an, dass er das veruntreute Geld in Raten an die Schule zurückzahlen wolle.

Von Marc Hörcher 

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Quelle: HNA

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