Ehrenvorsitzende des Sportkreises und Rosenthaler Ehrenstadtrat Christian Klingelhöfer ist gestorben

Verdienste um das Sportwesen

Rosenthal - Der Ehrenvorsitzende des Sportkreises und Rosenthaler Ehrenstadtrat Christian Klingelhöfer starb am Sonntag im Alter von 89 Jahren.

Christian Klingelhöfer steht für die Riege engagierter Ehrenamtlicher, ohne die imSportan einen geordneten Spielbetrieb nicht zu denken ist. Besonders um seinen heimischen TSV hat er sich Verdienste erworben. Und er hielt stets den engen Kontakt zur Politik, in der ebenfalls über Jahrzehnte mitgewirkt hat. Klingelhöfer wurde am 27. September 1923 in Rosenthal geboren. Nach der Volksschule begann er eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung. Doch dann wurde er als Soldat eingezogen. Nach seiner Heimkehr ausder Kriegsgefangenschaftheiratete er 1946 Margarete Kornmann, drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. 1947 begann er als Waldarbeiter in der hessischen Forstverwaltung, bald darauf wurde er in den Ämtern Rosenthal und Wetter Lohnsachbearbeiter, bis zu seinem Ruhestand 1982 war er Büroleiter des Burgwalder Maschinenbetriebs. Bereits 1955 übernahm Klingelhöfer des Vizevorsitz des traditionsreichen TSV Rosenthal, 1958 rückte er an die Spitze auf, den Vorsitz gab er erst 1970 weiter. 1987 ließ sich Klingelhöfer erneut in die Verantwortung nehmen, er zog sich 1992 wieder zurück. Ob Sportstätten oder Jugendarbeit: Die Vereine sind auf Unterstützung der Kommunen angewiesen. Aus diesem Gedanken heraus engagierte sich Klingelhöfer ab 1956 auch in der Politik. Der Christdemokrat war Stadtverordneter und Stadtrat. In seine Zeit als Erster Stadtrat von 1964 bis 1976 fällt auch die Gebietsreform. Von 1889 bis 1993 war er erneut ehrenamtlicher Vizebürgermeister. 1972 zog er in den Kreistag des noch selbstständigen Kreises Frankenberg an, auch nach der Gebietsreform 1974 blieb er Abgeordneter – bis 1989. In dieser Zeit hat er nicht eine Sitzung versäumt. Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit: Dafür war Christian Klingelhöfer bekannt. Er gehörte von 1970 bis 1997 dem Jugendwohlfahrtsausschuss des Sportkreises an. Von 1974 bis 1997 war er Mitglied der Sportkommission. In der Kreisvolkshochschule war er von 1992 bis 1997 im Vorstand engagiert. 1970 übernahm er für 24 Jahre den Vorsitz des Sportkreises, der sich unter seiner Führung weiterentwickelt hat. Klingelhöfer hat sich mit Erfolg für die Einrichtung einer eigenen Geschäftsstelle im Frankenberger Landratsamt eingesetzt. Lang ist die Liste seiner Auszeichnungen. Bereits 1977 erhielt er den Ehrenbrief des Landes, 1987 auch das Bundesverdienstkreuz. Die Rosenthaler Stadtverordneten ernannten ihn zum Ehrenstadtrat, der Frankenberger Sportkreis und der TSV übergaben ihm die Urkunde als Ehrenvorsitzender. 1978 bekam er die Sportplakette des Kreises, 1986 die Sportplakette des Landes.Auch nach seinem Ausscheiden aus den vielen Ämtern war er gern gesehener Gast bei Zusammenkünften und Festen. Doch in den vorigen Jahren hat sich Christian Klingelhöfer etwas zurückgezogen. Bereits 2001 starb seine Frau Margarete. Seine älteste Tochter Renate stand bis zuletzt an seiner Seite.

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