Feuerwehr muss auf die Nutzung einer nahen Wasserquelle verzichten

Verklemmter Hydrant bei den Löscharbeiten

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Frankenberg - Während des Brandes in der Altstadt musste die Frankenberger Feuerwehr auf den Einsatz eines nahen Hydranten verzichten: er klemmte

Hektik, laute Rufe, besorgt auf die Feuerwehrmänner einredende Anwohner – während Brandsituationen wie am Wochenende in der Ritterstraße ist höchste Konzentration gefragt, muss jeder Handgriff sitzen. Ärgerlich, wenn sich dann die äußeren Umstände als widrig erweisen: Während des Brandes in der Altstadt musste die Frankenberger Feuerwehr auf den Einsatz eines nahen Hydranten verzichten – er klemmte und war für die Brandschützer nicht aus dem Boden zu bekommen. Die gleiche Situation hatte sich bereits vor vier Wochen ereignet: Als es am Restaurant „Storchennest“ brannte, war der Hydrant auf der Kreuzung von Ritterstraße und Schmiedegasse ebenfalls verklemmt.

„Da kann kein Mensch was für“, sagt Stadtbrandinspektor Martin Trost über diese kritische Situation. Die beiden Hydranten liegen in der Fahrspur und seien schlichtweg festgefahren. „Wir hatten deswegen nicht zu wenig Wasser“, sagt er auch mit Blick auf die Anwohner, die lautstark gefordert hatten, endlich mit dem Löschen zu beginnen – während hinter dem Haus bereits der erste Angriff lief. Trosts Männer hätten nicht lange versucht, den verklemmten Hydranten gängig zu bekommen, sondern sich umgehend den nächsten gesucht: „Wir haben Hydrantenpläne und Ortskenntnis“. „Die Wasserversorgung ist in Ordnung“, sagt Trost mit Blick auf das Stadtgebiet. Und zu diesem Brand: „Wasser aus der Eder hätten wir ohnehin gebraucht“ – auch, um das Trinkwassernetz, aus dem die Hydranten gespeist werden, wieder zu entlasten.

Jährliche Überprüfung

Dennoch soll den Hydranten in nächster Zeit mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, betont Wolfgang Danzeglocke, Pressesprecher der Stadt. Generell würden alle Hydranten einmal im Jahr von der Feuerwehr überprüft – freilich in einer entspannteren Situation, als während eines Großbrandes. Wenn Hydranten – wie in der Ritterstraße – mitten in der Fahrspur liegen, könnten sie sich jedoch „innerhalb von Wochen“ wieder festziehen. So soll es in der nächsten Zeit einen Austausch zwischen Stadtbrandinspektor Martin Trost und Karl-Heinz Schleiter von den Stadtwerken geben, um die Problematik zu lösen. „Wir haben das Thema jetzt auf dem Schirm“, beteuert Danzeglocke nach zwei verklemmten Hydranten.Auch wenn es mit zusätzlichen Kosten verbunden sein dürfte: Wenn die Ritterstraße im Jahr 2014 als Teil der Fußgängerzone saniert wird, wäre eine Verlegung der lebensrettenden Wasserspender denkbar.(gl)

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