Versandhandel: Frau soll in 50 Fällen bestellt, aber nicht bezahlt haben

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Abtransport: Die Polizei holte mehrere Waren aus der Wohnung der Verdächtigen.

Marburg. Eine 62-jährige Marburgerin steht unter dem dringenden Verdacht in mindestens 53 Fällen bei Versandhäusern Waren bestellt, erhalten und nicht bezahlt zu haben.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde tags zuvor die Wohnung dre Frau in einem Marburger Ortseil von Beamten durchsucht. Dabei stellte man diverse Waren sicher, darunter zwei Flachbildfernseher, einen Küchenherd, einen Kondenstrockner, verschiedene Haushaltsgeräte, Deko-Artikel und Bekleidung.

Nach den bisherigen Ermittlungen verwendete die Marburgerin diverse Fantasienamen und eröffnete damit zwischen August 2011 und Februar 2012 bei mehreren bekannten Versandhäusern etliche Kundenkonten. Sie bestellte nachweislich in dieser Zeit Waren aller Art im Gesamtwert von 12 600 Euro.

Nach dem Ausbleiben der Zahlungen schöpfte ein Versandhandel Verdacht wegen Betrugs, stornierte Bestellungen und sperrte die Konten und erstattete Strafanzeige. Bis dahin war allerdings bereits ein Schaden in Höhe von 3100 Euro entstanden. Am Montag folgte nun die vom Amtsgericht Marburg angeordnete Wohnungsdurchsuchung durch die Ermittlungsgruppe der Marburger Polizei. Die Beamten fanden einen Großteil der nach einer vorliegenden Liste bestellten und nicht bezahlten Waren und stellten sie sicher. Die Seniorin muss sich demnächst wegen des sogenannten Warenkreditbetrugs verantworten. (nh/mam)

Quelle: HNA

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