Familienstadt mit Zukunft: Zielvereinbarung für die nächsten Jahre unterzeichnet

Vertrag bis Ende 2015

Vertragsunterzeichung: Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß (links) und Sozialminister Stefan Grüttner unterschrieben am Mittwoch die Zielvereinbarung. Mit dabei waren die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg (hinten links), Christina Hartmann und Evelin Jacobs vom Familienbüro der Stadt (hinten rechts) sowie Eltern und Kinder. Foto:  mjx

Frankenberg. „Zu uns in die Familienstadt kommt der Minister heut...“, sangen die Jungen und Mädchen des katholischen Kindergartens St. Marien in Frankenberg am Mittwochnachmittag in den Räumen der Einkaufskinderbetreuung in der Bahnhofstraße. Und das aus einem besonderen Grund: Gemeinsam mit Bürgermeister Rüdiger Heß unterzeichnete der hessische Sozialminister Stefan Grüttner die letzte Zielvereinbarung für das Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ – die gilt nun bis zum 31. Dezember 2015 und damit bis zum Ende des über zehn Jahre laufenden Projekts. Frankenberg ist seit 2006 Modellprojekt.

„Wir haben versuchen und ausprobieren dürfen. Jetzt werden wir in den nächsten Jahren in die Nachhaltigkeit gehen“, kommentierte Bürgermeister Heß das neue Papier.

„Ich bin nach Frankenberg gekommen, um das Projekt weiter voranzutreiben“, sagte Sozialminister Grüttner. Dabei wies er darauf hin, dass sich die Zahl der Einwohner in Hessen bis zum Jahr 2050 auf 5,5 Millionen verringern werde – ein Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zu 2003. „Dieser Entwicklung und den negativen Auswirkungen müssen wir entgegentreten“, erklärte Grüttner. Die Rahmenbedingungen müssten daher so gesetzt werden, dass „Familien gedeihen können“. Mit Kindern zu leben sei eine Bereicherung und keine finanzielle Belastung. „Familien sind der wichtigste Grundpfeiler für unsere Gesellschaft“, hob Grüttner hervor.

Die angestrebten Ziele des Familienstadtprojekts bewertete der Staatsminister als „sehr anspruchsvoll“. Dabei sprach er insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an, aber auch eine familienfreundliche Stadtentwicklung und Stadtplanung – beispielsweise durch sichere Schulwege und verkehrsberuhigte Zonen. Aber auch Aufenthaltszonen für alle Altersgruppen müssten geschaffen werden. „Da ist in Frankenberg schon unglaublich viel geleistet worden“, sagte der Staatsminister: „Das ist ein Leuchtturm für Nordhessen. Da darf man auch stolz drauf sein.“

Aber auch in den nächsten Jahren solle noch eine ganze Menge an Aktivitäten auf den Weg gebracht werden, merkte der Minister an – beispielsweise eine verlässliche Kinderbetreuung, Qualifizierung der Kindertagesstätten in den Bereichen Bewegung und gesunde Ernährung sowie die Entwicklung von Projekten in den Stadtteilen. „Wir unterstützen das“, merkte Grüttner an.

Zum Abschluss seines Besuchs trug sich der Staatsminister noch ins Goldene Buch der Stadt ein. (mjx)

Quelle: HNA

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