Unternehmen Analyticon zieht ins Gewerbegebiet Frankenberg/Burgwald um

Der Vertrag ist perfekt

Vertragsabschluss: (von links) Notar Peter Glatzl, Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch, Dr. Sonja Lauterbach, Dr. Reinhard Freiherr von Dalwigk, Wolfgang Meyer, Mirja Klusmeyer und Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt. Foto:  mjx

Frankenberg. Das heimische Unternehmen Analyticon Biotechnologies AG, derzeit noch mit Sitz in Lichtenfels, hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: In seiner Kernkompetenz Urindiagnostik will sich Analyticon zum weltweiten Marktführer entwickeln. Am Freitag wurde ein weiterer großer Schritt in diese Richtung unternommen: In Frankenberg schloss die Geschäftsführung einen Grundstücksvertrag ab, um seinen Standort langfristig ins Interkommunale Gewerbegebiet Frankenberg/Burgwald am Ortsrand von Bottendorf verlagern zu können.

„Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung brauchen wir eine neue Betriebsstätte“, begründete Analyticon-Vorstand Wolfgang Meyer die Entscheidung zum Standortwechsel. Am bisherigen Sitz habe das Unternehmen keinen Freiraum mehr gehabt, sich weiterzuentwickeln. Das Unternehmen rechnet allein in diesem Jahr mit einem Wachstum von 30 Prozent. Seine bisherigen Standorte in Dalwigksthal, Marienhagen und Goddelsheim will der weltweite Anbieter von Diagnostik-Systemen künftig aufgeben.

Im Interkommunalen Gewerbegebiet Frankenberg/Burgwald wird Analyticon ein modernes und funktionales Produktions- und Bürogebäude errichten – und zwar auf einer Fläche von derzeit 14 300 Quadratmetern. Zudem hat sich das Unternehmen eine Option auf weitere angrenzende Flächen einräumen lassen. Die reinen Baukosten werden mit rund sechs Millionen Euro beziffert. Insgesamt will Analyticon am neuen Standort rund zehn Millionen Euro investieren.

Nach Angaben der Analyticon-Vorstände Dr. Reinhard Freiherr von Dalwigk und Wolfgang Meyer soll in den kommenden zwölf Monaten die Detailplanung erfolgen. Mit dem Baubeginn sei 2012 zu rechnen, mit der Fertigstellung Anfang 2013.

Exportquote 90 Prozent

Mit dem neuen Standort will Analyticon auch der internationalen Präsenz Rechnung tragen. „Unsere Exportquote beträgt 90 Prozent und wird möglicherweise noch steigen“, sagte Meyer. Trotz seiner internationalen Ausrichtung wolle sich Analyticon mit dem neuen Standort in der Region binden, betonte der Vorstand.

Bei der Vertragsunterzeichnung im Frankenberger Rathaus sprach Analyticon-Vorstandsvorsitzender von Dalwigk von einer „höchst positiven Perspektive“ für sein Unternehmen: „Das erschlossene Grundstück liegt an einer prominenten Stelle mit hervorragender Anbindung an die Bundesstraße.“ Das neue Gebäude werde auch die Mitarbeiter anspornen.

Am neuen Standort will Analyticon auch ein internationales Trainingszentrum bauen: „Bevor wir unsere Medizintechnik weltweit verkaufen, müssen wir die Anwender trainieren“, sagte Meyer.

Über die Vertragsunterzeichnung freuten sich auch die beiden Bürgermeister Christian Engelhardt (Frankenberg) und Lothar Koch (Burgwald): „Die interkommunale Zusammenarbeit hat Zukunft“, sagte Koch. (mjx)

Quelle: HNA

Kommentare