Gesellschaft vermarktet Baugrundstücke für Stadt

Vertrag mit HLG soll verlängert werden

Battenberg/Dodenau. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) ist Eigentümerin zahlreicher Grundstücke im Bereich „Hofenstück II“ in Battenberg sowie „Überm Zollstock“ in Dodenau. In der jüngsten gemeinsamen Ausschusssitzung haben die Gremien einstimmig empfohlen, die auslaufenden Bodenbevorratungsverträge mit der HLG um zehn Jahre zu verlängern.

Den Kommunalpolitikern blieb angesichts der Haushaltslage gar keine andere Wahl. Die Bauplätze - laut Bürgermeister Horsel noch fünf am Hofenstück II und 13 „Überm Zollstock“ in Dodenau - von Seiten der Stadt anzukaufen, würden mehrere Hunderttausend Euro kosten. Bei einem Auslaufen des Vertrages mit der HLG müsste die Stadt Battenberg auch die restliche Erschließung vorstrecken und teure Verluste übernehmen.

Es war also keine Frage, dass Ausschussmitglieder aller Fraktionen dafür sind, die Grundstücke weiterhin - bis zu einem Verkauf - im Eigentum der HLG zu lassen, die laut Bürgermeister Horsel „marktgerechte Zinsen“ berechnet.

Hinzu käme, dass die Stadt Battenberg bei einem Kauf der besagten Grundstücke Grunderwerbssteuern, Notar- und Gerichtsgebühren von fast 60 000 Euro berappen müsste.

„Wir können mal in die linke, mal in die rechte Tasche gucken. Aber da ist in beiden nicht viel drin“, meinte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Rüdiger Weiß (CDU). Und so stimmten sowohl der Finanz- als auch der Bauaussschuss einstimmig für eine Verlängerung der Bodenbevorratungsverträge mit der HLG.

Auf die Frage von Bärbel Stübner, wie die HLG denn die freien Bauplätze bewerbe, meinte deren Vertreter Groß: „Man könnte mal wieder ein Schild aufstellen.“

Von einer Anzeige im Internet über die Hessische Landgesellschaft, die einmalig 650 Euro kosten sollte, rief Bürgermeister Horsel ab: „Dieser Effekt wäre sehr begrenzt. Wer bauen möchte, schaut auf der Homepage der jeweiligen Stadt - oder ruft gleich beim Bürgermeister an.“ (off)

Quelle: HNA

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