Familienstadt mit Zukunft: Minister hofft auf Fortsetzung

Vertrag steht noch aus

Sozialpolitik im Fokus: (von links) CDA-Kreisvorsitzender Tobias Scherf, CDA-Bezirksvorsitzender Pierre Brandenstein, die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Staatsminister Jürgen Banzer und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Rainer Hesse. Foto:  Ochse

Frankenberg. Der hessische Sozialminister Jürgen Banzer geht davon aus, dass das Projekt „Familienstadt mit Zukunft“ in Frankenberg fortgesetzt wird. Das brachte der Staatsminister am Rande eines Besuchs in Frankenberg zum Ausdruck. Die Türen ließ sich Banzer aber in alle Richtungen offen: „Es muss noch ein neuer Vertrag ausgehandelt werden,

Zu dem Banzer-Besuch hatten die CDA Nordhessen und die CDU Frankenberg eingeladen. Allerdings fand der Vortrag des Sozialministers in der Ederberglandhalle nur wenig Beachtung: Nur ein Dutzend Menschen folgten den Ausführungen des Politikers.

In seinen Redebeiträgen ging Banzer auf verschiedene Themen aus seinem Ressort ein – beispielsweise auf die Regelungen der Altersteilzeit, auf die Behindertenpolitik und auch auf die Arbeitslosenzahlen. Aber auch über den demographischen Wandel sprach Banzer: Er ging auf das Thema Familien und auch auf die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ein.

Eine klare Aussage traf Banzer zum Thema Senioren: Künftig werde das Land nur noch „Hausgemeinschaften“ mit höchstens 15 bis 20 Menschen fördern – „und nicht Bettenburgen“, wie es der Minister formulierte.

Optimistisch zeigte sich der Staatsminister zum Thema Arbeitslosigkeit: Es könne wohl für jeden ein Arbeitsplatz gefunden werden. „Insbesondere Ärzte, Lehrer, Erzieher und Altenpfleger werden gebraucht“, sagte der Sozialminister. Mitunter müssten sich die Arbeitssuchenden eben auch umschulen lassen.

Zum Thema Familien hob Banzer insbesondere die Betreuungsgarantie ab 2013 hervor. „Diese Garantie hat eine ganz zentrale Bedeutung“, sagte der Minister. Denn in großen Teilen des Landes sei es nicht möglich, mit einem Einkommen eine ganze Familie zu ernähren.

„Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum wird wohl zu einer kommunalen Aufgabe werden“, sagte Banzer. Vielleicht müssten die Kommunen bald selbst Praxen bereithalten – mit Kliniksärzten, die dort halbtags arbeiten. (oc)

Quelle: HNA

Kommentare