Verwaltungsrat beschloss Umwandlung: Viessmann-Schule nun selbstständig

Frankenberg/Bad Wildungen. Die Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg und Bad Wildungen ist jetzt eine rechtlich selbstständige berufliche Schule. Das hat der Verwaltungsrat der Einrichtung in einer konstituierenden Sitzung beschlossen.

Die Berufsschule in Frankenberg und Wildungen ist damit die erste berufliche Schule in Hessen, die den formalen Prozess der Umwandlung abgeschlossen hat.

Hintergrund: Nach einer Schulgesetznovelle 2011 können berufliche Schulen und die sie tragenden Landkreise die Umwandlung in rechtlich selbstständige Anstalten des öffentlichen Rechts vornehmen, um neben dem staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag auch Aufgaben der allgemeinen und beruflichen Fort- und Weiterbildung wahrzunehmen.

„Das Bildungsinstitut dient hessenweit als Leuchtturm“, kommentierte Landrat Dr. Reinhard Kubat den Beschluss: Als rechtlich selbstständige berufliche Schule habe die Hans-Viessmann-Schule nun den notwendigen Freiheitsgrad, um sich an herausgehobener Position in den Weiterbildungsmarkt einzubringen. Die Aufmerksamkeit werde so auf das hervorragende Bildungsangebot in Waldeck-Frankenberg gelenkt.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Schule können nun offiziell ihre neue Funktion an der Spitze der Hans-Viessmann-Schule aufnehmen. Eine der ersten Entscheidungen des Gremiums war die Verabschiedung des Haushaltsplanes 2014.

Carsten Placht, der Schulleiter und Geschäftsführer der nunmehr als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts firmierenden Schule, bedankte sich in der Sitzung bei allen Beteiligten für die Unterstützung im Umwandlungsprozess: „Wenn auch noch nicht alle Rahmenbedingungen abschließend geklärt sind, so ist doch der grundsätzliche Weg eingeschlagen.“ Die Hans-Viessmann-Schule verstehe die neue Rechtsform als Chance, sich mit ihrem Wissen in den Fort- und Weiterbildungsmarkt in Waldeck-Frankenberg einzubringen. Mit einigen Projekten sei der Anfang bereits gelungen.

In Konkurrenz zu anderen Anbietern im Kreis wolle die Schule nicht treten. „Wir suchen unsere Nische“, sagte Placht. Der Landkreis mit seinen beiden beruflichen Schulen und Einrichtungen wie dem Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft zähle bereits jetzt zu den Spitzenregionen beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung in Deutschland. Dieses Ergebnis einer Bertelsmann-Studie gelte es nun auszubauen. (mjx)

Quelle: HNA

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