Queen Kings rocken Battenberg

Viel Queen und ein Hauch Scorpions – Bildergalerie

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Frontmann Mirko Bäumer von den Queen Kings begeisterte in der Burgberghalle rund 700 Gäste. Die feierten zu den ganz großen, aber auch zu den weniger bekannten Hits der britischen Rocklegende.

Battenberg - Mit einem umjubelten Auftritt hat die Tribute Band "The Queen Kings" am Samstag die größten Hits von Rock-Ikone Freddie Mercury und seiner Band "Queen" wiederaufleben lassen. Rund 700 Zuschauer feierten ausgelassen.

. „The Queen Kings“ überzeugten am Samstagabend in der Battenberger Burgberghalle hunderte Musikliebhaber durch einen satten, druckvollen Sound sowie authentischem Gesang. Egal ob bei Funk- und Discosongs wie etwa „Another One Bites the Dust“ oder bei pompösen Rockhymnen wie „The Show must go on“: Die sechsköpfige Formation kam dem Originalsound erstaunlich nah. Die energiegeladene Show belegte zudem, dass die Musiker die Hits von „Queen“ mit Herzblut leben und nicht nur einfach nachspielen.

Frontmann Mirko Bäumer erzielte eine große Bühnenpräsenz und tänzelte elegant über die Bühne wie einst das große Vorbild Freddie Mercury. Zwischen den einzelnen Stücken hatte er stets einen flotten Spruch auf den Lippen - etwa: „Jetzt können wir alle mal das ‚Poppöchen‘ wackeln lassen“ - und überzeugte immer wieder auch mit Fachwissen über die Bergstadt. So beeindruckte er das Publikum etwa mit der richtigen Einwohnerzahl und wusste auch von der Verbindung Battenbergs mit dem englischen Königshaus. Bei einzelnen Songs übernahm auch Susann de Bollier den Gesangspart. Mit einer tiefen Rockröhre sorgte sie für eine gelungene Ergänzung. Rolf Sander brillierte am Bass mit schwindelerregenden Solopassagen, die sich über mehrere Minuten erstreckten.

Operngesang begeistert

Als Überraschung holte Bäumer für zwei Stücke die Opernsängerin Christine Gogolin auf die Bühne. Das Duett stellte einen stimmgewaltigen Tribut an Freddie Mercury’s Album mit Monserrat Cabballé dar. Zum Finale des rund zweieinhalbstündigen Konzertes präsentierte „The Queen Kings“ die großen Welthits „We will Rock you“ sowie die Opern-Parodie „Bohemian Rhapsody“. Und selbstverständlich durfte im Land des Fußballweltmeisters auch nicht „We are the Champions“ fehlen. Dabei lagen sich viele Zuhörer „freudetrunken“ in den Armen.

Drei Jahre lang hatte sich der Battenberger Cultur-Club mit Günter Wack an der Spitze darum bemüht, die Band für ein Konzert in die Bergstadt zu holen. Nach dem umjubelten Konzert am Samstag in der ausverkauften Burgberghalle zeigte sich, dass sich die Hartnäckigkeit voll ausgezahlt hat: Viele Gäste im Saal schwelgten anlässlich des Soundtracks ihrer Jugend in Erinnerung an ihre glücklichen Discoerlebnisse. Andere Zuhörer ließen sich von der energiegeladenen Show der sechsköpfigen Formation mitreißen: Begeistert tanzten und klatschten sie im Rhythmus der legendären Hits mit und bewiesen dabei auch noch erstaunliche Textsicherheit. Im Publikum waren ebenfalls zahlreiche Jugendliche, denn auch fast 23 Jahre nach dem Tod von Leadsänger Freddie Mercury ist die Popularität von „Queen“ und ihren großen Hits ungebrochen. Schon jetzt sind viele Musikliebhaber der Region gespannt darauf, welchen musikalischen Gast der Cultur-Club im nächsten Jahr nach Battenberg lotsen kann.

Hardrock aus der Region

Im Vorprogramm trat am Samstag die heimische Hardrock-Band „Unbreakable“ auf. Die Musiker präsentierten Songs aus ihrem neu erschienenen Album „Knockout“, das der ehemalige „Scorpions“-Drummer Herman Rarebell produziert hat. Die Formation, bestehend aus Sänger Al Crespo, Bassist Lukas Mittler, den Gitarristen Martin Ries und Pascal Alles sowie Alex Ries am Schlagzeug, heizte dem Publikum gleich zu Beginn des Abends richtig ein und überzeugten mit einem klassischen Hardrock-Sound. Im Repertoire hatte die Band aber auch die gefühlvolle Rockballade „Let it shine“. Rarebell hat den Song als Follow-Up für die Mauerfall-Hymne „Wind of Change“ geschrieben.

Die Musiker von „Unbreakable“ stoßen mit ihrem Sound in eine Nische: Denn aufstrebende Hardrock-Bands auf hohem Niveau sind in Deutschland rar. Viele Musikfans waren sich am Samstag sicher: Die heimische Band wird in Zukunft noch öfters von sich hören lassen.

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