Edertaler Puppentheater führte Stück für Kinder in der Ederberglandhalle vor

Viel Spaß mit Kasperle

Verabschiedet sich von ihrem neuen Freund Kasperle: Leonie Binder (links) aus Frankenberg. Mit auf dem Bild zu sehen ist Stefanie Frank, eine der Puppenspielerinnen des Edertaler Puppentheaters. Foto: Wenzel

Frankenberg. Für Spaß und Unterhaltung haben Kasperle, Königin und Hexe gesorgt: Das Edertaler Puppentheater stellte sein Stück „Die alte Hexe Wackelzahn und das gestohlene Zauberbuch“ in der Ederberglandhalle vor.

Heinz und Christa Frank sind mit ihren Töchtern Heidi und Stefanie in ganz Deutschland unterwegs. Allerdings befindet sich ihr Hauptwohnsitz in Altenstädt-Naumburg. Viele Auftritte habe die Familie in Berlin, Dresden und Umgebung. „Wir haben uns dort etabliert“, sagt Heidi Frank.

In ihrem Stück „Die alte Hexe Wackelzahn und das gestohlene Zauberbuch“ spielt Kasperle die Hauptrolle. Er räumt den Dachboden auf und findet ein Buch, das er für ein Märchen hält. Bei seinen Aufräumarbeiten wird er aber vom Wachtmeister gestört. Dieser bittet ihn darum, auf seinen Hund Bello aufzupassen. Kasperle geht schließlich mit Bello im Schlosspark spielen. Währenddessen stielt die alte Hexe das Buch – es ist ein Zauberbuch. Mit Hilfe eines Zauberspruchs verwandelt sie die Königin in eine Teekanne und sich selbst in die Königin. Nun liegt es am Kasperle, die Zukunft der echten Königin zu retten.

„Wir schreiben unsere Theaterstücke selbst“, erzählt Heinz Frank. Am Tisch sammle die Familie Ideen, woraus später ein Theaterstück entsteht. „Sogar meine kleine Enkeltochter hilft uns“, berichtet er stolz.

Viel Kreativität gefragt

Nachdem ein Stück fertig gestellt ist, werden die Kinder aus der Nachbarschaft eingeladen. „Damit wir hören, was die Kinder herein rufen. Ein Stück verändert sich hin und wieder, weil wir natürlich auf die Kinder eingehen“, sagt Frank. Während den Auftritten sei viel Kreativität gefragt.

Die kleinen Besucher in der Ederberglandhalle waren sehr angetan vom Kasperle und seinen Freunden. Fleißig riefen sie ihm zu und halfen somit, die Königin zu retten. Und gemeinsam haben sie „Alle meine Entchen“ gesungen, um die Hexe zum Schlafen zu bringen. Kasperle konnte dann die Hexe, die inzwischen die Gestalt der Königin angenommen hatte, zurückverwandeln.

Gründung schon 1860

Neben den eigenen Stücken präsentieren die Franks Märchen der Brüder Grimm. Das Theater besteht in der sechsten Generation. Weil sich die Familie 1860, zur Gründung des Theaters, am Edersee aufhielt, nannte sie sich „Edertaler“ Puppentheater.

Von Lena Wenzel

Quelle: HNA

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