Wochenend-Seminar: Menschen mit Behinderung erarbeiten Spielszenen

Viel Theater um die Raupe

„Geschichten von der Raupe“: Die Teilnehmer des Theater-Workshops präsentierten beim gemeinsamen Finale die von ihnen erarbeiteten Spielszenen. Foto: Moniac

Frankenau. „Wir spielen Theater“ hieß es am Wochenende in Frankenau bei einem Seminar der Kreisvolkshochschule in Kooperation mit dem Reha-Zentrum Bathildisheim Bad Arolsen, der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg und der heilpädagogischen Einrichtung Vitos Haina.

An drei Tagen erarbeiteten 15 Menschen mit Behinderung zusammen mit ihren Betreuern und den fünf Kursleiterinnen szenische Umsetzungsmöglichkeiten der Thematik „Raupengeschichten“. „Der Workshop sollte die Menschen vor allem in ihren kreativen Fähigkeiten ansprechen“, erklärte Gaby Lienhop von der Kreisvolkshochschule. Die Veranstalter erhofften sich neben der Freude der Teilnehmer am Mitmachen und Ausprobieren auch eine Förderung in deren persönlicher Entwicklung.

Große Nachfrage

Lienhop freute sich über die große Resonanz, die allein die Ankündigung des Projektes in den Behinderteneinrichtungen gefunden hatte. Leider hätten aus Platzgründen nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können, bedauerte sie. Etwas ganz Besonderes bei diesem Workshop sei die Tatsache gewesen, dass sich die Teilnehmer vorher untereinander nicht kannten und dass sie sogar über Nacht blieben. An Vorüberlegungen und Planungen hätten dabei sehr viele Dinge bedacht werden müssen. „Am Ende waren wir aber selber ganz begeistert, wie gut das alles geklappt hat“, sagte Lienhop.

Am Sonntagvormittag wurden die Ergebnisse der Seminararbeit präsentiert. Die „Teamerinnen“, alles theatererprobte Frauen, waren das Thema auf ganz unterschiedliche Weise angegangen. Eine Gruppe zeigte die Entwicklung der gefräßigen Raupe als Schwarzlichttheater, eine andere arbeitete mit Clownerien, und eine dritte stellte die Geschichte als „Jeux dramatiques“ vor. Dazu gehörten viele Requisiten wie Blumen, Harlekinkappen, bunte Tücher und rote Knollennasen und natürlich Hintergrundmusik von Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suite“ bis zum „Popcorn-Song“.

Das Fazit? Das Experiment sei sehr l positiv zu bewerten, sagte Lienhop. „Die meisten Teilnehmer waren hellauf begeistert und würden am liebsten noch länger hier bleiben.“

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

Kommentare