Viel Wirbel um Windkraft: Diskussion um Standorte

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Interesse am Thema Windkraft: Der Saal in der Igelstadthalle war gefüllt. Detlev Schmidt vom Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung Grebenstein informierte über den aktuellen Planungsstand.

Fürstenberg. In Fürstenberg regt sich Widerstand in der Bevölkerung gegen den eventuellen Bau von Windkraftanlagen. Daher fand Dienstagabend eine Bürgerversammlung in der Igelstadthalle statt, bei der sich viele Bewohner über den aktuellen Planungsstand informierten.

Über den Regionalplan hatten die Stadtverordneten Ende März beraten und von der Offenlegung Kenntnis genommen. „Wir haben keine Stellungname abgegeben, sondern warten jetzt weitere Verfahren ab“, sagte Bürgermeister Uwe Steuber. Die einzige Stellungname sei vom Ehepaar Kaula aus Friedrichsdorf gekommen. Darin gehe es um den Abstand von Windkraftanlagen zu Häusern und um Rotmilan und Schwarzstorch.

„Auch in Goddelsheim waren Anlagen geplant, doch nach fünf Jahren naturschutzrechtlichen Untersuchungen konnten diese nicht gebaut werden, weil dort Schwarzstörche, Rotmilane und andere Vogelarten vorherrschen“, betonte Steuber. Dieses Problem sehe er auch bei den Fürstenberger Standorten KB 47 (Höhnscheid) und KB 85 (Mühlenberg).

Detlev Schmidt vom Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung Grebenstein informierte, dass Windenergieanlagen nur dort gebaut werden könnten, wo keine öffentlichen Belange entgegenstehen. Lärm- und Naturschütz müssten eingehalten werden.

Stefan Kieweg (VEW Waldeck-Frankenberg) erklärte, dass der Standort Mühlenberg ein gemeindeübergreifendes Gebiet sei. „Zwei Drittel liegen auf Vöhler Gemarkung und ein Drittel auf Lichtenfels.“ Höhnscheid sei laut Oberer Naturschutzbehörde grundsätzlich umsetzbar, vorbehaltlich der umfangreichen Untersuchungen, die noch anstünden. Bei Buchenberg sei der Estenberg der ursprünglich angedachte Standort gewesen. Man sei aber dann auf den Mühlenberg ausgewichen.

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Quelle: HNA

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