Gesplittete Abwassergebühr

Viele Bürger können sparen

Burgwald-Wiesenfeld - Die Gebührensätze für die gesplittete Abwassergebühr für Burgwald stehen fest: 2,94 Euro kostet künftig der Kubikmeter Abwasser in Burgwald. Für Niederschlagswasser zahlen Hausbesitzer 0,55 Euro pro Quadratmeter.

Teurer wird das Abwasser nicht für jeden. So manche Familie könnte sogar Geld sparen. Die Zahlen stellte Martin Keizl vom Büro „Kommunal Consult Thomas Becker“ am Donnerstag der Gemeindevertretung vor.

Keizl lieferte Beispielzahlen, um deutlich zu machen, wer die Gewinner und wer die Verlierer der neuen Gebühren sind. Den Durchschnitts-Berechnungen liegt allerdings eine kräftig erhöhte Abwassergebühr zu Grunde. Denn mussten die Burgwalder bis Ende vergangenen Jahres 4,35 Euro pro Kubikmeter zahlen, so wären 4,82 Euro in diesem Jahr fällig, um kein Minus im Abwasser-Gebührenhaushalt einzufahren.

Ein paar Euro könnten Familien sparen, die in Einfamilienhäusern wohnen: Würden darin vier Personen leben und 133 Kubikmeter Wasser verbrauchen, so hätten sie im vergangenen Jahr 578,55 Euro bezahlt. Mit der erhöhten Gebühr von 4,82 Euro hätte die gleiche Familie dieses Jahr schon 641,06 Euro zahlen müssen. Durch die Splittung sind es aber nur 531,70 Euro (eine versiegelte Grundstücksfläche von 255,78 Quadratmetern vorausgesetzt).

Eindeutige Gewinner sind Bewohner von Mehrfamilienhäusern: Sechs Wohnungen, in denen 14 Menschen leben, und ein Wasserverbrauch von 605 Kubikmetern Wasser vorausgesetzt, sind es im Durchschnitt 640 Euro Ersparnis.

Drauflegen werden große Hofreiten im Ortskern, in denen nur noch ein oder zwei Menschen wohnen, die durchschnittlich 115 Kubikmeter Wasser verbrauchen, aber Niederschlagsgebühren für 600 Quadratmeter versiegelter Fläche zahlen müssten. In Keizls Fallbeispiel waren es jährliche Mehrkosten von rund 170 Euro. Rund 2500 Euro mehr würde ein Einkaufsmarkt zahlen, vor allem wegen der Parkplätze.

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