Fußballspiel der deutschen Mannschaft wird heute in zahlreichen Firmen übertragen

Viele Chefs haben ein Herz

Public Viewing: Auf dem Frankenberger Obermarkt können die Fußballfans das Spiel Deutschland gegen Serbien heute Mittag live auf einer Großbildleinwand verfolgen. Schon am Sonntag feierten die Fußballfreunde dort den Sieg gegen Australien (Foto). Foto:  Kaliske

Waldeck-Frankenberg. Heute gilt’s: Nach dem furiosen Auftaktsieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika kickt die Elf von Bundestrainer Jogi Löw heute im zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien. Die Partie wird bereits um 13.30 Uhr angepfiffen. Um diese Zeit müssen viele Werktätige noch arbeiten. Die HNA hat bei einigen Arbeitgebern im Landkreis Waldeck-Frankenberg nachgefragt, ob sie ihre Mitarbeiter heute Fußball gucken lassen.

„In unserer Kantine wird die Partie auf eine Großbild-Leinwand übertragen“, sagt Michael Wagner aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Heiztechnik-Unternehmens Viessmann in Allendorf-Eder. „Unsere Mitarbeiter haben Gleitzeit. Sie können sich das Spiel anschauen, müssen dafür allerdings ausstempeln.“

Beim Reifen- und Schlauchhersteller Continental und ContiTech in Korbach müssen sich Fußball-Fans gedulden. Die Möglichkeit, sich aus der Schichtarbeit auszuklinken und am Fernseher in der Kantine WM-Spiele zu verfolgen, wird nach Angaben des Unternehmens erst ab dem Achtelfinale eingeräumt – und gilt dann auch nur für Spiele mit deutscher Beteiligung.

Bei der Verpackungs-Firma Depro Konfektionierung in Gemünden haben viele Mitarbeiter Glück: Heute ist kein Produktionstag. Wer will, kann deshalb zwei Stunden früher gehen. Das wird allerdings vom Zeitkonto abgezogen. Mehr Glück haben die Mitarbeiter der Schwester-Firma Depro-Concert: Weil der Konzertveranstalter zwei Public-Viewing-Veranstaltungen organisiert, sind die Kollegen „gezwungen“, WM zu gucken.

Überstunden abbauen

Hubert Friedewald von der Sparkasse Vöhl baut während der WM Überstunden ab. „Offiziell gibt es keine Regelung“, sagt er. Fußball werde in der Filiale nicht geschaut. „Obwohl die Kunden sicher nichts dagegen hätten.“

Die 20 Mitarbeiter der Haustechnikfirma Klausien in Bad Wildungen arbeiten freitags um 14 Uhr. „Wenn jemand 30 Minuten früher gehen will, ist das kein Problem, wenn es sich einrichten lässt“, sagte Inhaber Hartmut Otto. „Unsere Arbeitszeit richtet sich nicht nach dem Fußball. Wir können nicht einfach den Hammer fallen lassen.“

Die Firma Haustechnik Schmand in Volkmarsen arbeitet heute regulär bis 16.30 Uhr. Die 17 Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Überstunden abzubauen, um das Fußballspiel zu sehen. Mitarbeiter sollten auf jeden Fall die Möglichkeit haben, bei der WM mitzufiebern, findet Firmenchef Markus Schmand.

Bei Hettich in Frankenberg können die Mitarbeiter live mit der deutschen Mannschaft mitfiebern: In der Kantine wird für das Spiel ein Fernseher stehen. „Allerdings müssen unsere Mitarbeiter die Auszeit mit ihren Führungskräften absprechen und sich bei der Zeiterfassung ausstempeln“, sagt Pressesprecherin Dr. Nina Stackelbeck. (red)

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Quelle: HNA

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