Sanierungen alter Gebäude

Rosenthaler Parlamentsausschüsse beraten Richtlinie zur Förderung

+
Leerstand in Rosenthal: Bevor das Parlament entscheidet, ob die Stadt die Sanierung oder den Abriss alter Häuser fördert, sollen nun der Bestand alter Häuser erfasst und mögliche Fördergebiete festgelegt werden. 

Rosenthal. Die Rosenthaler Stadtverordneten beschäftigen sich derzeit mit der Frage, ob und in welchem Umfang Sanierungen an älteren Gebäuden in den Ortskernen von der Stadt gefördert werden sollen und können. Mit einem entsprechenden CDU-Antrag haben sich am Dienstagabend die Ausschüsse beschäftigt.

Ergebnis: Prinzipiell stehen die Kommunalpolitiker einer solchen Förderung offen gegenüber, vor einer Entscheidung sollen aber die Ortsbeiräte einbezogen werden.

Es soll nun erst einmal geklärt werden, wie groß der Bedarf in der Kernstadt und den beiden Stadtteilen Roda und Willershausen ist, wie viele alte oder leer stehende Häuser es gibt und wie man die Fördergebiete einteilen könnte. Diese Arbeit sollen die Ortsbeiräte leisten, die Ausschüsse wollen danach zu einer Besichtigung in die Stadtteile kommen.

15.000 Euro im Entwurf

Geht es nach dem Entwurf der CDU, dann soll die Stadt „im Rahmen ihrer haushaltsrechtlich zur Verfügung stehenden Mittel“ die Instandsetzung und Modernisierung oder einen vielleicht sogar erforderlichen Abbruch finanziell unterstützen – nämlich mit zehn Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 15.000 Euro. Außerdem könnte eine Zinsübernahme bis zu einem maximalen Darlehensbetrag von 50.000 Euro gewährt werden.

Im Gespräch mit der HNA wies Bürgermeister Hans Waßmuth in diesem Zusammenhang auf eine wichtige Frage hin, die in den Ausschüssen und später im Parlament zu klären sei: „Können wir uns das überhaupt leisten?“

Sollte die Stadt sich das leisten können, dann muss auch festgelegt werden, welche Maßnahmen grundsätzlich förderfähig sein sollen. Nach dem Vorschlag der Christdemokraten sind dies zum Beispiel Sanierungen von Dächern und Fassaden, die Erneuerung von Fenstern und Türen, das Anbringen von Wärmedämmung, der Ausbau von Scheunen und Nebengebäuden zur Wohnung und der Abbruch eines Hauses.

Geklärt werden muss auch, was als „älteres Gebäude“ gilt – wie alt also ein Haus sein muss, für das die Besitzer eine Förderung bei der Stadt beantragen können.

Die etwa zweistündige Diskussion in den Ausschüssen deutete darauf hin, dass das Thema die Rosenthaler Kommunalpolitiker noch eine Weile beschäftigen wird. (jpa)

Quelle: HNA

Kommentare