Rennertehausen: Erfolgreiches Wochenende für Theatergruppe

Viermal "Volles Haus"

- Allendorf-Rennertehausen (ied). Nach zwei Jahren Pause meisterte die Rennertehäuser Theatergruppe am Wochenende gleich vier Aufführungen ihres neuesten Stückes.

Viermal volles Haus mit zusammen mehr als 300 Theaterfreunden gab es bei der Bauernkomödie von Wolfgang Binder mit dem Titel „Schlitzohren unter sich“.

In puncto Schlitzohrigkeit liefern sich die einzelnen Akteure des Schwanks einen wahren Wettstreit. Bauer Uwe Jensen, gespielt von Ewald Born, lebt mit seinem Sohn Henner alias Carsten Schäfer und seiner Schwester Gesine alias Regina Krümmelbein auf dem Jensen-Hof. Da Uwe schlechte Erfahrungen mit seiner Frau gemacht hat, die ihn kurz nach Henners Geburt mit dem Jungen hat sitzen lassen, möchte er seinem Sohn das gleiche Schicksal ersparen. Henner hat aber eine junge Frau kennen gelernt, die – wie Uwes Exfrau – ebenfalls ein Stadtmensch ist. Ein Rückenleiden des dickköpfigen Bauern bietet Henner und seiner Tante die Gelegenheit, die Freundin Henners als Pflegerin namens Jutta für den Vater einzustellen. Jutta ist aber niemand anderes als Henners Freundin Julia, was er und Gesine jedoch vor Uwe verheimlichen, in der Hoffnung, dieser könne sich für die angebliche Jutta erwärmen und sie seinem Sohn schmackhaft machen- anstelle der Uwe unbekannten Freundin.

Ein anderes Problem hat Uwe mit Bürgermeister Jochen Cohrs, gespielt von Karl-Heinz Holzapfel.

Der Bürgermeister versucht, Uwe mit allerlei legalen und illegalen Mitteln ein großes Stück Land ab zu schwatzen. Er gaukelt Uwe vor, dort solle ein Jugendzentrum gebaut werden. Tatsächlich aber soll auf dem Grundstück in naher Zukunft ein Autobahnteilstück verlaufen, was bislang aber nur Cohrs weiß. Der will ordentlich Reibach machen. Um dies glaubhaft darstellen zu können, hat er von der Architektin Carmen Lübbers (Nina Hofmann) bereits Pläne entwerfen lassen. Landrätin Otti (Conny Hoffmann) taucht auf dem Bauernhof auf, sie weiß von den Autobahnplänen und weiht die Jensens ein.

Eine weitere Rolle spielt Petra Eckel alias Tierarzt Dr. Eddelsen. Mit viel Bauernschläue und Schlitzohrigkeit gelingt es Uwe, alle Probleme zu lösen und nebenbei noch, die Landrätin zu lieben, die einem Leben auf dem Bauernhof nicht abgeneigt ist.

Auf dem Bauernhof abgelagerte Fässer mit der Warnaufschrift „Gift“ erweisen sich als harmlos, denn sie enthalten lediglich Gerstensaft. Den konsumiert die Tierärztin, die sich in ihrem Rausch an den Hals des Bürgermeisters wirft. So gibt es nach reichlich Turbulenzen ein Happy End mit gleich drei Pärchen. Am Ende spendete das Publikum bei allen vier Aufführungen viel Applaus, vor allem auch für den Hauptdarsteller Ewald Born, der seit 40 Jahren Laienschauspieler in Rennertehausen ist.

1007484

Kommentare