Battenberg-Berghofen

Viertklässler sammeln Eicheln für Pilotprojekt des Forstamts

- Battenberg-Berghofen (da). Eicheln aus dem Berghöfer Wald bilden den Grundstock für eine Aussaat bei Frankenau. Beim Sammeln der Früchte können sich Schulklassen und Vereine beteiligen und auch ein wenig Geld verdienen.

Gestern waren 38 Waldorfschüler aus Marburg ins obere Edertal gereist, um beim Sammeln der Eicheln zu helfen. Rund 200 Kilogramm schafften sie am Vormittag. In diesem Jahr fallen besonders viele Eicheln von den Bäumen, erklärte Revierförster Jochen Hörder. Die Eichen bei Berghofen sind etwa 200 bis 230 Jahre alt und besonders stattlich. Sie wurden einst eingesät. „Der Boden hier ist gut, und das Klima ist warm“, erläuterte der Förster. Die Eichen gedeihen deshalb zwischen Berghofen und Wollmar besser als beispielsweise in höheren Lagen. Die Experten des Frankenberger Forstamts wollen Erfahrungen sammeln und deshalb die Früchte vor dem Einsetzen in die Erde unterschiedlich gegen Schädlinge behandeln. Er und seine Kollegen wollen herausfinden, mit welcher Methode die Eichenaussaat die besten Chancen hat, zu gedeihen. „Deshalt hat das auch einen Modellcharakter für das Forstamt. Bislang wurden Eichen nur ganz selten gesät“, sagt er. Forstamtsleiter Andreas Schmidt ergänzte, dass der Eichenbestand etwas vergrößert werden sollte. Derzeit sind acht Prozent der Bäume im Bereich des Forstamts Eichen.

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