Heiztechnikhersteller baut Produktionsstandort in Manisa auf - Keine Auswirkungen auf Allendorf

Viessmann expandiert 2013 in der Türkei

Allendorf (Eder) - Viessmann expandiert weiter: In der türkischen Stadt Manisa baut der Allendorfer Heiztechnikhersteller einen kleinen Produktionsstandort auf, um den Markt vor Ort zu bedienen.

„Die Türkei ist ein riesengroßer Absatzmarkt für Wärmeerzeuger“, sagt Manfred Greis, Generalbevollmächtigter der Viessmann-Werke – nach Großbritannien der zweitgrößte. Jährlich würden etwa eine Million Wärmeerzeuger benötigt. Zum Vergleich: In Deutschland seien es 650.000 Stück. Deshalb gebe es im Unternehmen derzeit strategische Überlegungen, im nächsten Jahr eine Produktionsstätte in der Türkei zu eröffnen.

„Unsere Vertriebsgesellschaft in der Türkei hat sich sehr positiv entwickelt,“ erläuterte Greis. „Irgendwann gerät man an die Schwelle, an der man nicht nur Importeur ist, sondern auch für Wertschöpfung vor Ort sorgt.“ In der Türkei seien vor allem Gas-Wandgeräte gefragt. Dabei handele es sich um relativ preiswerte, kleine Produkte. Zudem handele es sich um einen sehr preissensiblen Markt.

„Dort müssen wir auf die Kosten achten. Insofern ergeben sich Vorteile, wenn ein Teil der Produkte auch vor Ort produziert wird.“ Dadurch würden vor allem Transportkosten gespart. Denn derzeit werden alle Gas-Wandgeräte in Allendorf gefertigt.

Ein Nachteil soll dem Stammsitz im Edertal durch die teilweise Auslagerung aber nicht entstehen, betonte Greis: „Wir gehen davon aus, dass wir durch die Fertigung vor Ort Steigerungen haben, so dass es keine Auswirkungen auf den Standort Allendorf haben wird“, sagte der Generalbevollmächtigte.

Die Produktion in der Türkei sei ausschließlich für den lokalen Vertrieb und die südosteuropäischen Länder gedacht. Vorgesehen sei ein kleiner Produktionsstandort: Weniger als 100 Mitarbeiter sind laut Greis vorgesehen. Für die neue Produktion ist derzeit die Stadt Manisa vorgesehen. Sie liegt ganz im Westen des Landes unweit der Mittelmeerküste und hat knapp 280.000 Einwohner. Zur Höhe der Investitionen in der Türkei machte Greis noch keine Angaben: „Das wäre Spekulation“, begründete er.

(apa)

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