Viessmann Modellspielwaren übernimmt Lizenzen der Traditionsmarke Vollmer

Modellbauer: Wieland Viessmann mit einer Häuserkulisse der Marke Vollmer, für die er Lizenzen erworben hat. Foto:  Paulus

Reddighausen. Beim Namen Viessmann denkt man in Waldeck-Frankenberg an das Heiztechnik-Unternehmen in Allendorf. Es sei denn, man ist Fan von Modelleisenbahnen. In dieser Branche nämlich hat sich die Firma Viessmann aus Reddighausen als Entwickler und Hersteller von Modellen und digitaler Technik einen Namen gemacht.

Nun übernimmt sie Lizenzen der Traditionsmarke Vollmer. Damit hat die Reddighäuser Firma Viessmann Modellspielwaren eine Traditionsmarke erworben und das eigene Sortiment damit deutlich erweitert. Eine neue Halle und neue Arbeitsplätze sind vorgesehen.

Die Firma Vollmer mit Sitz in Stuttgart hatte ihren Betrieb eingestellt, weil der benachbarte Autohersteller Porsche das Grundstück kaufen wollte und außerdem kein Nachfolger in Sicht war. „Wir haben Vollmer übernommen, bevor es ein Konkurrent tut“, sagt Wieland Viessmann. Er stellt aber klar, dass er nicht die Firma übernommen, sondern langfristige Lizenzen erworben hat, die den Reddighäusern die Markenrechte sichern. Für Modelleisenbahner heißt das: Produkte der Marke Vollmer, das sind vor allem Häuser, gibt es nach wie vor zu kaufen.

Produziert werden diese zukünftig in der Partnerfirma von Viessmann in Ungarn. Allein 2800 Spritzgusswerkzeuge von Vollmer sind dorthin transportiert worden. „17 Sattelzüge mit je 22 Tonnen“, sagt Wieland Viessmann. Sie kommen nun in eine neue Halle, die in Ungarn sowieso schon gebaut worden war - eigentlich für Kibri-Produkte. Die Marke Kibri hatte Viessmann vor vier Jahren übernommen.

Von Jörg Paulus

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Quelle: HNA

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