Vitos Haina feiert 25 Jahre Betreutes Wohnen

Mitarbeiter-Team: Sie sind bei Vitos Haina im Betreuten Wohnen tätig (von links): Heino Hammer, Heike Krümmelbein, Silke Krüger, Yvonne Seitz, Laura Ritter, Silvia Braungart sowie die Leiter des Betreuten Wohnens, Julia Stimmler und Horst Schäfer. Auf dem Bild fehlt Simone Scheffler. Foto:nh

Haina/Kloster. Raus aus die Klinik: Vor 25 Jahre schuf die Psychiatrie in Haina Betreutes Wohnen für die Langzeitpatienten.

Ein möglichst eigenständiges Leben außerhalb des Psychiatrischen Krankenhauses Haina: Das wurde im Februar 1991 für sieben chronisch psychisch Kranke Menschen möglich. Die Hainaer Klinik schuf für Langzeitpatienten die Möglichkeit des Betreuten Wohnens. Mittlerweile werden 52 Menschen in dieser Lebensform unterstützt. Am heutigen Freitag feiert Vitos Haina das 25-jährige Bestehen des Angebots.

Die ersten beiden Wohngruppen wurden 1991 in Frankenau geschaffen: eine für vier und eine für drei Personen. Zuvor waren die Klienten in einer Trainingsstation in der Karl-Jäger-Straße in Haina auf das selbstständige Leben vorbereitet worden.

Motto: Enthospitalisierung

Enthospitalisierung war das Stichwort. Rund 50 Langzeitpatienten zählte damals das Psychiatrische Krankenhaus. Ein Teil von ihnen wurde ins Betreute Wohnen entlassen, andere in den neuen Bereich Wohn- und Pflegeheim, heute Vitos begleitende psychiatrische Dienste, übergeben. Seit 1999 gehört auch das Betreute Wohnen zu diesem Bereich. Das psychiatrische Krankenhaus ist seitdem eine reine Akutklinik

Nach den beiden Wohngruppen in Frankenau kamen zunächst weitere in Haina und Löhlbach hinzu. 1999 waren es 13 Klienten insgesamt, die in dieser Lebensform unterstützt wurden. Ab 2008 wuchs die Zahl der Klienten erheblich. Das Motto „ambulant vor stationär“ setzte sich immer mehr durch.

Kontinuierlich mehr Klienten

Es wurden nicht mehr nur ehemalige Hainaer Klinikpatienten aufgenommen, sondern auch Klienten anderer Träger sowie Klienten, die psychische Probleme haben, aber gar nicht oder nur kurze Zeit im der Psychiatrie behandelt wurden. Die Zahl der Klienten wuchs kontinuierlich auf mittlerweile 33 Männer und 19 Frauen im Alter von 20 bis 90 Jahren.

Seit 25 Jahren ist der Fachkrankenpfleger für Psychiatrie Horst Schäfer (61) für das Betreute Wohnen zuständig. Er kümmerte sich schon um die ersten sieben Klienten, die 1991 nach Frankenau zogen. Schäfer leitet das Betreute Wohnen - seit kurzem im Tandem mit der Sozialarbeiterin Julia Stimmler.

Zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehören zum Team: Sozialpädagogen und Erzieherinnen und eine Berufspraktikantin. Von den drei Betreuungsbüros in Haina, Frankenau und Korbach aus unterstützen sie Klienten im gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg bei der Bewältigung ihres Alltags.

Wie sah die Entwicklung in den vergangenen 25 Jahren aus, was hat sich verändert, wie ist die Perspektive? Das schildert Leiter Schäfer im Interview in der Freitagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare