Frankenberg

Völlerei und Stress lassen Herz stolpern

- Frankenberg (gi). Dank des medizinischen Fortschritts kann Menschen mit Herzkrankheiten immer schneller und besser geholfen werden.

Ein „stolperndes Herz“ ist nach wie vor sehr beunruhigend. Und jedes abnorme Signal unserer „Blutpumpe“ sollte ernst genommen werden. Das war die Botschaft von Dr. Harald Schmid, Chefarzt der Medizinischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Frankenberg, beim „Herztag 2010“ in die Ederberglandhalle.

Die Resonanz war gut, die Angebote und Tests wurden gern angenommen – vom Blutdruck bis zum Blutzucker. Zum Auftakt referierte Schmid über das Thema „Herzrhythmusstörungen auf dem Vormarsch?“. Der Mediziner unterstrich, dass heute immer mehr Menschen davon betroffen sind. Das sei einmal bedingt durch die Alterspyramide – steigende Zahl älterer Menschen – und zum anderen durch mehr Risikofaktoren bei jüngeren Leuten: Tabak, Alkohol, Stress, Bluthochdruck, unmäßiges Essen oder Zuckerkrankheit.

Eine „Herzrhythmusstörung“ zu heilen, gelinge nur mit einer Therapie, die auf das Grundleiden ausgerichtet sei, das die Störung hervorgerufen habe. Wer seinen Tag ausgeglichen gestalte, sich an eine gesunde Ernährung halte und sich genügend Schlaf verordnete, laufe weniger Gefahr, an einem „beängstigenden Stolperherz“ zu leiden, unterstrich der Referent und zeigte diverse Behandlungsmöglichkeiten auf, von Medikamenten über den Herzschrittmacher bis hin zum Defibrillator. Dem Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 14. Dezember.

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