Frankenberg

Volker Heß löst Harald Rudolph als SPD-Vorsitzenden ab

- Frankenberg (r). Bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme wurde Volker Heß zum neuen Vorsitzenden der Frankenberger SPD gewählt.

Heß löst damit Harald Rudolph ab SPD-Chef ab. Rudolph indes übernimmt den bisherigen Posten von Heß – nämlich den des stellvertretenden Vorsitzenden. Die bisherige Kassiererin, Christa Steiner, wurde im Amt bestätigt. Als Beisitzer wurden Wilfried Vaupel, Bernhard Schulte und Jessica Heß in den Vorstand gewählt.

Der neue Vorsitzende Volker Heß bedankte sich bei den bisherigen Vorstandsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit und gab einen kurzen Ausblick auf die zukünftige Arbeit des Vorstandes. „Die Frankenberger Sozialdemokraten werden die Vorhaben der Koalition aus CDU, FDP und Bürgerliste in der Stadtverordnetenversammlung sehr genau verfolgen“, betonte Heß. Dazu gehöre auch die kritische Begleitung der Arbeit des Bürgermeisters – „und zwar unabhängig davon, wer am 27. September die Wahl gewinnt“.

Wenig Spielraum

Wie in der Vergangenheit werde die SPD auch künftig ihre Vorstellungen zur Entwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile in die parlamentarische Arbeit einbringen. „Das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger muss im Mittelpunkt des politischen Handelns stehen, doch der Gestaltungsspielraum ist äußerst gering, denn der Schuldenstand der Stadt lässt kaum Bewegung zu“, erklärte Heß.

Harald Rudolph war zuvor auf die Arbeit des Vorstandes und der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung eingegangen. Zu den wesentlichen Themen in der Stadt Frankenberg wie etwa die Stadtsanierung, Verkehrsleitplanung, Finanzplanung, Bildung und Kultur, Stadtteilentwicklung und Jugendarbeit habe sich die SPD in der Vergangenheit stets zu Wort gemeldet und ihre Sicht dargestellt.

Vor allem die Stadtsanierung und die bevorstehende Bürgermeisterwahl waren Schwerpunkte der sich anschließenden Diskussion. „Die Stadtverordneten können nicht über den Bau oder Nicht-Bau eines Gebäudes wie der Eder-Galerie entscheiden. Lediglich die Änderung eines Bebauungsplans kann beschlossen oder abgelehnt werden“, stellte der Stadtverordnete Hermann Hirt klar.

Zur Bürgermeisterwahl erklärte Rudolph auf Nachfrage: „Wenn die SPD keinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl stellt, ist dies der Tatsache geschuldet, dass unser Wunschkandidat letzten Endes doch nicht zur Verfügung stand.“

Unter den Anwesenden befanden sich auch sechs Mitglieder, die für ihre 40-jährige SPD-Mitgliedschaft im Rahmen einer Feierstunde geehrt wurden. Im Einzelnen sind dies: Bernhard Schulte, Karl-Heinz Goldmann, Hermann Hirt, Marianne Lohaus, Karl Lohaus und Herbert Keim.

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