Erster Spatenstich für Rennerehäuser Kindergarten

Voller Vorfreude auf neue Tagesstätte

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Kinder und Erwachsene freuen sich über den Baubeginn. Noch in diesem Jahr soll der Rohbau des Rennertehäuser Kindergartens stehen, im August 2014 ziehen die Kinder um.Foto: Mark Adel

Allendorf-Rennertehausen - Ein großer, aber auch ein teurer Tag für die Gemeinde Allendorf: Rennertehausen bekommt einen neuen Kindergarten. Gemeinsam mit Ehrengästen setzten die Kinder am Montag den symbolischen ersten Spatenstich für das rund zwei Millionen Euro teure Gebäude.

Als Bürgermeister Claus Junghenn in die Runde der Kinder fragte, ob sie sich auf den neuen Kindergarten freuten, mussten die nicht lange überlegen: „Ja“, klang es überzeugt aus den Kehlen derer, die am meisten vom Neubau profitieren – sofern sie bei der für August 2014 geplanten Eröffnung noch nicht die Schule besuchen. „Wir freuen uns! Gute Wünsche für den Bau“, hatten die Kinder auf ein Plakat geschrieben und dazu Bauarbeiter, Schilder und Maschinen gemalt. In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten auf der Wiese am Ortsrand Rennertehausens an der Ecke Heinrich-Hesse-Straße/Blumenthalstraße. Noch vor dem Winter solle der Rohbau fertiggestellt sein, sagte Junghenn.

Im nächsten Jahr folge dann der Innenausbau, bevor die Kinder umziehen können. Weiter Hoffen auf Zuschüsse Der Bürgermeister betonte die Einmütigkeit, mit der die politischen Gremien das Projekt unterstützt hätten. Deshalb sei auch die Planungszeit mit eineinhalb Jahren recht kurz. Die Kosten bezifferte er auch rund zwei Millionen Euro. Sie waren um etwa 200?000 Euro gestiegen (FZ berichtete) – hauptsächlich, weil wegen der Bodenverhältnisse die Arbeiten aufwändiger werden, sagte Architekt Bernd Brust auf FZ-Nachfrage. Eine Entscheidung über Landeszuschüsse stehe noch immer aus, berichtete Junghenn. Er hofft auf 150?0000 Euro für die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Er rechnet in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung.

Fest steht lediglich, dass die Landeskirche 100?000 Euro zuschießt, weil der Kindergarten ein „Mehrgenerationenhaus“ wird. Ein „schöner Batzen“ Die hohe Summe sei „ein ganz schöner Batzen“ für die Gemeinde, betonte Junghenn. „Wir müssen in den nächsten Jahren kürzertreten, das belastet die Kasse immens.“ Der Bau sei aber erforderlich. Entgegen dem Trend sei die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Allendorf Positiv. „Wir liegen über dem Durchschnitt.“ Bis zum 31. Mai wurden 24 Geburten gezählt, aufs Jahr hochgerechnet seien das 58, erklärte der Bürgermeister. „Deshalb ist der Neubau auf jeden Fall berechtigt.“ Neben den „eigenen“ Kindern aus Rennertehausen soll ab dem nächsten Jahr auch der Nachwuchs aus Haine die Tagesstätte besuchen, der bislang noch in Burgwald betreut wird.

„Es war die richtige Entscheidung“, bekräftigte Junghenn. Träger der Kindertagesstätte ist die Battenfelder Kirchengemeinde. „Die Gemeinde freut sich ebenso wie die Kinder“, berichtete Pfarrer Claus Becker. Allerdings sollen sich nicht nur die Jüngsten im neuen Kindergarten wohlfühlen. Geplant ist ein „Raum der Begegnung“, der separat erreicht und auch tagsüber beispielsweise von Senioren genutzt werden kann.

Der „Begegnungsraum“ ist 163 Quadratmeter groß und kann durch eine Trennwand unterteilt werden. In jedem der drei 50 Quadratmeter großen Gruppenräume führt eine Treppe in Ruhebereiche. An die U3-Gruppe sind ein Schlafraum und ein Sanitärraum angegliedert. Teilnehmer des Spatenstichs waren auch Rennertehausens Ortsvorsteher Erich Clemens, Parlamentschef Norbert Bötzel sowie Wilfried Brieden und Petra Eckel von der Gemeindeverwaltung. (da)

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