Mit Vorarbeiten begonnen: Battenberg bekommt Kunstrasenplatz

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Erster Arbeitseinsatz: Mitglieder des TSV Battenberg um den Vorsitzenden Burkhard Specht (rechts) haben gestern im Entenpark Bäume kleingeschnitten, die für den Kunstrasen gefällt wurden.

Battenberg. Schon im Sommer 2015 kann in Battenberg auf Kunstrasen Fußball gespielt werden. Damit rechnet Burkhard Specht, der Vorsitzende des TSV Battenberg. Vom Land Hessen gebe es bereits eine mündliche Zusage, den Neubau auf dem Gelände des bisherigen Hartplatzes im Entenpark zu bezuschussen.

Und für die Nebenarbeiten wurde vor einigen Tagen schon die Vorabgenehmigung erteilt. Dazu gehört auch das Fällen von etwa 30 Bäumen rund um den Sportplatz. Dafür trafen sich Mitglieder des TSV gestern zu einem ersten Arbeitseinsatz.

Burkhard Specht und Wolfgang Werth sägten die mit Unterstützung des städtischen Bauhofs gefällten Bäume mit Kettensägen in handlichere Stücke, Michael Mohr und Eckhard Arnold hantierten mit Astscheren, und weitere Mitglieder halfen, Stämme, Äste und Zweige auf Haufen zu legen. Es waren vor allem die Alten Herren der Battenberger „Bären“, die am Samstagmorgen am Rande des Schwimmbadparkplatzes unterhalb des eingeschneiten Hartplatzes zu Gange waren.

„Wir werden ab jetzt permanent jedes Wochenende Arbeitseinsätze hier haben“, sagt Burkhard Specht. „Die Eigenleistung fließt mit in die Finanzierung ein.“ In einer Fußball-Spartenversammlung hatte der Vorstand die Mitglieder vergangene Woche über den Stand des Projektes und die Arbeitseinsätze informiert. „Die Resonanz war gut“, sagt der Vorsitzende.

376 000 Euro kostet der Kunstrasenplatz. Rechnet man die Förderungen von Land, Kreis, Stadt und Landessportbund ein, verbleiben noch 100 000 Euro, die der TSV selbst aufbringen muss.

Mit den Hauptarbeiten für den neuen Kunstrasenplatz kann erst begonnen werden, wenn auch dafür die Genehmigung des Landes vorliegt. Doch noch ist der Landes-Haushalt für 2015 nicht beschlossen, in dem das Fördergeld für den Battenberger Platz enthalten sein soll. Erst danach kann der TSV den Auftrag an eine Fachfirma vergeben. Vier hätten bereits Interesse angemeldet. „Wir wollen im Juli mit dem Bau des Platzes beginnen“, sagt Burkhard Specht. Er rechnet mit einer Bauzeit von sechs Wochen. „Bis Ende August soll alles fertig sein. Wenn alles gut läuft, wird also in der neuen Saison schon hier gespielt.“

Mitgenutzt werden soll der Kunstrasenplatz von der Gesamtschule, die gleich nebenan liegt, sowie von Nachbarvereinen. Ein großer Vorteil ist, dass es bereits ein zugelassenes Flutlicht gibt. Nur gespielt wurde auf dem 40 Jahre alten, mit Gras und Moos bewachsenen Hartplatz schon lange nicht mehr.

Der neue Kunstrasenplatz wird fast identische Maße wie sein Vorgänger haben: 95 mal 64 Meter. Die Bäume, die bisher nicht gestört haben, müssen gefällt werden, weil das Laub für den Kunstrasen schädlich sei, erklärt Specht. „Sonst ist der Pflegeaufwand für den Platz höher.“ Das sei mit der Naturschutzbehörde abgesprochen.

Quelle: HNA

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