Geänderte Verkehrsregelung in Sehlen

Vorfahrt statt rechts vor links

Autofahrer müssen seit einiger Zeit auf eine veränderte Vorfahrtsregelung in Sehlen achten. An der Ausfahrt der Klingelbachstraße gilt nun „Vorfahrt achten“.

Gemünden-Sehlen. - Der Sehlener Ortsbeirat hat bereits im Rahmen einer Sitzung aus dem Oktober 2013 angeregt, die Vorfahrtsregeln in Höhe des Spielplatzes zu ändern. Seit wenigen Montan ist die Sehlener Straße eine Vorfahrtsstraße. Eine Entscheidung, die nicht nur auf Verständnis stößt.

Autofahrer, die die Sehlener Straße befahren, müssen sich seit kurzem auf veränderte Verkehrsregeln einstellen: Die Vorfahrtsregelung in Höhe der Einmündung Klingelbachstraße hat sich geändert. Die Sehlener Straße ist nun eine Vorfahrtsstraße. Zuvor galt an dieser Stelle rechts vor links. Bei Hermann Philipp, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und lange Jahre selbst Ortsvorsteher in Sehlen, stößt diese Änderung auf Unverständnis: Die Leute seien dort früher runter gerast, sagt er. Die beste Verkehrsberuhigung sei rechts vor links. Einige Sehlener hätten ihn schon auf die neuerliche Veränderung angesprochen. Die jetzige Regelung gab es schon einmal, allerdings sei diese im Rahmen der Dorferneuerung im Jahr 2002 geändert worden, sagt Philipp.

Ihm geht es vor allem um die Sicherheit der Kinder, denn an der Kreuzung befindet sich auch der Spielplatz. Außerdem ist dort eine Bushaltestelle, an der die Kinder auf den Schulbus warten. Bereits im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung hatte Philipp eine Anfrage bezüglich der Gründe für die Änderung an den Bürgermeister gestellt.

Sehlens Ortsvorsteher Hans Kwiatkowski erklärt, dass die Entscheidung mit dem Ordnungsamt und der Polizei abgestimmt worden sei. Laut Bürgermeister Frank Gleim handelt es sich bei der neuen Regelung sogar um eine Empfehlung der zuständigen Behörden, da sich die Sehlener Straße für den Verkehrsteilnehmer optisch eher als Vorfahrtsstraße darstellt. Mit der alten Regelung sei es zudem des öfteren zu gefährlichen Situationen gekommen, da sich nur wenige Autofahrer an die Rechts-vor-Links-Regelung gehalten hätten, berichtet Kwiatkowski. (ste)

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