Wettermuseum in Schreufa

Vorfreude auf das Mitmach-Museum

Reges Treiben herrschte beim „Fest unter dem Regenbogen“ und um das künftige Schreufaer Wettermuseum.Fotos: Siegesmund

Frankenberg-Schreufa - Mit einem musikalischen Fest haben die Schreufaer den Fortschritt an und in der alten Schule des Dorfes gefeiert. Für den Museumsverein gab es Lob und Anerkennung.

Es sollte ein Fest unter dem Regenbogen werden – passend zu dem Logo des noch jungen Vereins „Wettermuseum Alte Schule Schreufa“. Tatsächlich bestimmte Petrus die Regeln und das Wetter beim Fest am vergangenen Wochenende: Regen ja, aber Regenbogen nein.

Die Veranstaltung rund um die alte Schule von 1838 gleich neben der kleinen Schreufaer Fachwerkkirche wurde trotz des zwischendurch immer wieder einsetzenden Regens ein großer Erfolg, wie das rege Interesse des Publikums bewies. Anlass für das Fest war der Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen und Weitermeldungen durch den Schreufaer Lehrer Conrad Liese an das Königliche Meteorologische Ins­titut in Berlin vor genau 100 Jahren.

Verbunden mit dem Fest war die Übergabe des Bewilligungsbescheides für einen finanziellen EU-Zuschuss, um die alte Schule zu erwerben und zu einem Wettermuseum um- und auszubauen. Hermann Hirt, der in Vertretung von Landrat Reinhard Kubat den Bewilligungsbescheid aus dem Leader-Programm über 42274 Euro überbrachte, erklärte in seinem Grußwort, dass der Begriff Wettermuseum im Grunde genommen ein wenig irreführend sei. Was der Verein in der alten Schule auf die Beine stellen wolle, gehöre als ganzheitliches Konzept schon in den Bereich der Erlebnispädagogik. Der museale Charakter werde jedoch durch die angedachte Ausstellung über das „Wetterbeobachtungsleben“ von Conrad Liese abgedeckt.

Lob für erbrachte Leistung

Bürgermeister Rüdiger Heß würdigte in seinen Grußworten das Engagement des erst im Frühjahr gegründeten Vereins und die zwischenzeitlich erbrachten Leistungen, die die Zuschussbewilligung erst ermöglicht hätten. Er wies auch darauf hin, dass es seitens der Stadt Frankenberg ein richtiger Schritt gewesen sei, sich der Region Burgwald anzuschließen. Nur dadurch sei unter anderem die Bezuschussung für ein ­solches Projekt aus dem Lea­der-Programm möglich geworden.

Für Kurzweil hatte an diesem Nachmittag, der von der Liedertafel eröffnet worden war, der Museumsverein gesorgt. Die Minibienen der Landfrauen demonstrierten mit der Darstellung verschiedener Märchenfiguren den Jahresablauf, die Kita-Kinder begrüßten die Gäste musikalisch mit „Guten Tag, ihr lieben Leute“.

Die Hessentaler Alphornbläser rund um Wilfried Bangert zeigten den Gästen am künftigen Museum, dass auch mit einem Alphornquartett nicht nur traditionelle, sondern auch schwungvolle Musik erzeugt werden kann.

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