Polizeihauptkommissar informiert über Sicherheit im Alter

Vorsicht, wenn Fremde um Geld bitten

Frankenberg - Wenn Enkel anrufen, deren Namen völlig unbekannt sind oder fremde Menschen dringend die Wohnung betreten wollen, ist Vorsicht geboten: Diese und mehr praktische Tipps gab Volker König beim Seniorentreffen der Gewerkschaft Ver.di.

Der Polizeihauptkommissar referierte zum Thema „Sicherheit im Alter’’ und hatte zahlreiche praktische Tipps parat, wie sich Senioren vor den Tricks von Verbrechern schützen können.

Die Dreistigkeit von Dieben kennt kaum Grenzen: Beim so genannten „Enkeltrick“ nutzen Kriminelle die Einsamkeit von älteren Menschen aus. „Lassen Sie sich niemals auf ein Gespräch mit einer Person ein, an die Sie sich nicht erinnern, obwohl diese meint, ein Teil ihrer Familie zu sein“, betonte Volker König.

Trickdiebe kommen auch an die Haustür. Vor allem in der Weihnachtszeit oder auch nach schlimmen Ereignissen wie heftigen Unwettern oder Tsunamis klingeln unseriöse Spendensammler an der Tür. Diese geben oft vor, Geld für einen guten Zweck zu sammeln und stecken sich die Spenden anschließend in die eigene Tasche. „Verlangen Sie immer nach einem Ausweis oder einer Sammelliste“, sagte Volker König.

Auch andere Trickdiebe klingeln an der Haustür: „Diese versuchen immer, irgendwie Druck aufzubauen. Lassen Sie niemals fremde Leute in Ihr Haus. Seriöse Renovierungsarbeiten oder Wasserablese-Termine werden immer vorher angekündigt“, betonte König. Wer zweifle, habe das Recht, sich einen Ausweis zeigen zu lassen oder die Identität bei der Polizei nachzufragen.

König empfahl auch, niemals viel Bargeld im Haus zu haben und keine typischen Verstecke, wie den Nachtschrank im Schlafzimmer oder die Tupperdose in der Küche, zu nutzen. „Denn dort suchen Diebe als allererstes.“

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Von Jennifer Godzik

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