Frankenberg

Vorwurf gegen Holzfirma: Ideenklau

- Frankenberg (da). Ein Holz-Unternehmen aus der Region soll neue Produkte bei einem Konkurrenten „abgeschaut“ haben. Derzeit wertet die Staatsanwaltschaft Daten und Akten aus, die bei Durchsuchungen sichergestellt wurden.

Die im westfälischen Warendorf ansässige Firma Osmo stellt verschiedene Holz-Produkte her – vor allem für Gärten und Außenanlagen. Ein Konkurrent aus dem Frankenberger Land hat ein ganz ähnliches Portfolio im Programm. Im vergangenen Jahr warb diese Firma sechs Mitarbeiter von Osmo ab. Und diese Angestellten sollen Produktentwicklungen von Osmo zum neuen Arbeitgeber mitgenommen haben – so der Verdacht der Staatsanwaltschaft in Münster, die wegen des „Ideenklaus“ ermittelt.

Osmo-Geschäftsführer Andreas Ridder erläuterte auf Anfrage der WLZ-FZ, dass vertrauliche Daten und Betriebsgeheimnisse verraten wurden. Das Unternehmen hat Anzeige erstattet und damit die Ermittlungen angestoßen. „Es hat Durchsuchungen gegeben“, bestätigte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer. Umfangreiches Material sei sichergestellt worden. Die Daten würden derzeit ausgewertet. Dann werde entschieden, ob und gegen wen Anklage erhoben wird.

Nach Auskunft von Andreas Ridder waren im vergangenen Jahr sechs langjährige Mitarbeiter von seinem Betrieb zum Konkurrenten gewechselt. Ob alle sechs Osmo-Geheimnisse mitgenommen und verraten haben, „vermag ich nicht zu sagen“. Bei der Firma Osmo waren im vergangenen Jahr neue Produkte entwickelt werden. Doch Ridder fand Geschmacksmuster seiner Produkte schon im Internet – veröffentlicht vom Konkurrenten.

Wann die Ermittlungen gegen das Holzunternehmen im Frankenberger Land abgeschlossen sind, ist laut Staatsanwalt Schweer offen. Bei dem Betrieb wollte man sich auf Nachfrage der WLZ-FZ nicht zu den Vorwürfen äußern.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch 11. Mai

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