Frankenberg

Wahlkampf: SPD eröffnet nächste Runde

- Frankenberg (jos). Ursprünglich ging es in dem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen SPD und CDU einmal um eine Personalie im Stadthaus. Mittlerweile werden die gegenseitigen Vorwürfe jedoch immer allgemeingültiger – entweder sind die Fronten verhärtet oder aber es geht den Parteien nur um Lautstärke.

Mit einer neuen Pressemitteilung läutet die SPD die nächste Runde im Wahlkampf ein. Darin bezichtigen die Genossen die CDU, eine „ehrenrührige Kampagne“ gegen Daniela Neuschäfer zu führen. Die Androhung des CDU-Vorsitzenden Rainer Hesse, rechtliche Schritte gegen Neuschäfer prüfen zu lassen, wirke „mehr als lächerlich“, erklärt die SPD und spricht von „Gutsherrenart“.

Was war passiert? Neuschäfer hatte als SPD-Kandidatin fürs Stadtparlament die Hintergründe von Silke Elzenbecks Kündigung als Leiterin des Familienbüros infrage gestellt. Diesen Posten hatte Neuschäfer zuvor fünf Jahre lang selbst inne. CDU-Chef Rainer Hesse drohte Neuschäfer daraufhin damit, rechtliche Schritte prüfen zu lassen – er warf Neuschäfer vor, Informationen aus ihrer Tätigkeit bei der Stadt für den SPD-Wahlkampf zu nutzen.

Hesse sei nicht in der Lage, mit Kritik umzugehen, und versuche deshalb, die SPD-Kandidatin Neuschäfer einzuschüchtern und ihr einen „Generalmaulkorb“ zu verpassen, kontert nun die SPD. Die ehemalige Chefin im Familienbüro habe keine dienstlichen Informationen verraten, versichert SPD-Chef Volker Heß. „Herr Hesse wäre ebenso gut informiert wie die Frankenberger SPD, wenn er auch wie sie jeden Tag die Tagespresse lesen würde“, unterstreicht der SPD-Vorsitzende.

Auch gegen CDU-Bürgermeister Christian Engelhardt fährt die SPD erneut schwere Geschütze auf: Er sei mit seiner Position als Rathauschef in Frankenberg „hilflos überfordert“ und führe die Opposition an der Nase herum.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 26 Janauar.

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