Frankenberg

Wandern und Rasten nach digitaler Karte

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- Frankenberg (leb). Thorsten Hoyer erfasst alle Sitzgarnituren, Wegweiser und Informationspulte, die sich an den sieben Extratouren im Frankenberger Land befinden. Mithilfe der Punkte, die Hoyer auf seiner Wanderroute verzeichnet, wird eine digitale Karte erstellt.

„Dieses Wegekataster bekommen die Kommunen an die Hand, so können sie die Qualität der Wege besser sichern“, erklärt der Frankenauer. Ist beispielsweise ein Schild von seiner Position entfernt worden, bemerken die Wegewarte auf ihrer Kontrolltour das anhand der digitalen Markierung von Hoyer sofort. Die Zuständigen können schnell reagieren und den Mangel beheben. Aber auch Wanderer sollen von dem digitalen Kartenmaterial profitieren: Sie können die Kartendaten im Internet herunterladen und damit ihr Navigationsgerät „füttern“.

Die Kontrolle der Wege und ihrer Infrastruktur ist wichtig, da alle Wanderwege im Abstand von drei Jahren neu zertifiziert werden und gewissen Kriterien entsprechen müssen. Neben vielen anderen Leistungsmerkmalen spielt auch das Vorhandensein von Rastmöglichkeiten, Wegweisern und Infotafeln bei der Bewertung der Wanderwege eine Rolle. Finanziert wird die Positionserfassung Hoyers von der Entwicklungsgruppe Region Burgwald-Ederbergland.

Die Extratouren umfassen insgesamt rund 140 Kilometer Wegstrecke, schätzt Hoyer. „Ich bin alle Wege im Juni und Juli dieses Jahres abgelaufen, wobei ich schon mal einen Eindruck gewonnen habe“, berichtet er. Die kürzeste Wanderstrecke umfasst zehn Kilometer, die längste etwa 14 Kilometer. „Die Touren liegen dicht beisammen, da schaffe ich zwei pro Tag“, sagt der flinke Wanderexperte, der durch seine Extremwander-Touren bekannt ist.

Nach seiner ersten Extratour-Etappe auf dem Nuhnehöhenweg ist Hoyer am Dienstag vom Rengershäuser Verkehrs- und Heimatverein zu einer Brotzeit eingeladen worden. Bei Krustenbrot, roter Wurst und leckeren Käsesorten machten es sich die Vereinsmitglieder auf einer der zu erfassenden Holzgarnituren gemütlich. „Wir wollten Herrn Hoyer begrüßen“, erklärt Marion Backhaus, erste Vorsitzende des Vereins. Und Hoyer ergänzt schmunzelnd: „...und mir die Arbeit schmackhaft machen...“

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