Frankenberg

Wandlung von „alter Jungfer“ zum Vamp

- Frankenberg (mba). Einen „späten Frühling“ erlebt die spröde Geschäftsfrau Sally Seymour in dem gleichnamigen Boulevardstück, dass die Schauspieler der „Komödie Frankenberg“ am Samstag, 6. März, in der Ortenbergschule aufführen.

Sally Seymour hat eigentlich alles erreicht: Sie ist eine erfolgreiche Londoner Geschäftsfrau, sie hat Geld, ist gesellschaftlich angesehen. Nur eines hatte sie noch nicht: einen Mann. Jetzt hat sie Geburtstag, wird 35, und will ihr Single-Dasein endlich beenden. Dabei steht ihr ihre Freudin Joy zur Seite. Mit Joys Hilfe will Sally einen „Späten Frühling“ erleben. So lautet der Titel des amüsanten Bühnenstückes aus der Feder von Jack Popplewell, dass die Schauspieler der „Kömodie Frankenberg“ gerade einstudieren und das am Samstag 6. März, Premiere auf der Bühne der Ortenbergschule hat. Regie führt Harald Hörl, der auch selbst einen Part übernommen hat. „Es ist eine Boulevard-Komödie, die im London der Gegenwart spielt“, erzählt Hörl. „Die Themen, die im Stück behandelt werden, sind Liebe und Sehnsucht, Träume und Hoffnungen und wie ernst man das Leben nehmen soll“ – das ganze verpackt in eine gute Protion britischen Humor. „Das Stück steckt voller Klischees, in denen sich jeder Zuschauer wiederfinden kann“, sagt Hörl. Das Publikum erlebt vor allem die Typ-Wandlung der Hauptperson Sally von der „alten Jungfer“ zum „Vamp“. In diesen Tagen laufen die Proben auf Hochtouren, dreimal wöchentlich trifft sich das Ensemble der „Komödie Frankenberg“, um ihre Rollen einzustudieren. Die Geschichte dreht sich also um die amourösen Unternehmungen der etwas spröden Sally Seymour (gespielt von Sabine Eckel) und ihre Erlebnisse mit einigen besonderen Vertretern des anderen Geschlechte. Sally beobachtet die Eskapaden ihrer Freundin Joy (Conny Buß), die ihren Ehegatten hörnt und sich mit ihrem Liebhaber Brian Lawson (Holger Kraus) vergnügt. Selbst Sallys kleine Angestellte Peggy Jones (Rebekka Jilg) hat ein aufregendes Liebesleben. Sally ist frustriert. Sie will auch einen Mann. Mit Joys Unterstützung macht sie sich ans Werk. Sie muss nicht lange suchen, das hat sie es schon mit einer Auswahl ganz unterschiedlicher Typen zu tun, als da wären der schüchteren, aber galante amerikanische Kunsthändler Ford Baxter (Peter Höhl), der Aufschneider und Lebemann Harry Markham (Harald Höhl), ein Knopfhändler,den Sally geschäftlich kennt, sowie der biertrinkende und flippige Hemden tragenden Macho Spike (Thomas Rampe). Wie es sich für eine Boulevard-Komödie gehört, ist die liebeshungrige Sally bald hin- und hergerissen zwischen Schein und Sein, Wahrhaftigkeit und Lüge, Abenteuer und Liebe. Gibt es den Richtigen? Oder versinken Sallys Träume schließlich zwischen dem draufgängerischen Spike, dem schüchternen Amerikaner und ihrem alten Geschäftspartner Harry in einem Bermuda-Dreieck von hoffnungslosen Männern? Die Antwort auf diese Fragen bekommen die Zuschauer in den drei Vorstellungen am Samstag, 6. März, Sonntag 7. März, und Samstag, 13. März, jeweils ab 19.30 Uhr in der Ortenbergschule. Die Karten kosten acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Schüler. Vorverkaufsstellen sind die Ortenbergschule, Buchhandlung Jakobi, Foto Hörl sowie Edeka Wiskemann in Geismar. Weitere Informationen zu Stück und Ensemble gibt es auf www.komoedie-frankenberg.de.

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