Jens Amend neuer Leiter

Klosterkonzerte Haina eröffnen mit Barockmusik

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Die Musiker: (von links) Peter Sanders (Oboe), Gottfried Köll (Oboe), Johannes Osswald (Trompete), Jens Amend (Organist und künstlerischer Leiter), Ulrich Rebmann (Trompete).

Haina-Kloster. Mit einem festlich-barocken Programm ist die Reihe der Konzerte im Kloster Haina 2012 eröffnet worden.

Die gut 300 Zuhörer in der komplett ausverkauften Klosterkirche genossen prachtvolle venezianische Konzerte von Antonio Vivaldi und Tommaso Albinoni, denen ein Werk des Hamburgers Georg Philipp Telemann folgte. Den Abschluss machte eine Sonate des böhmischen Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber, bei dem alle fünf Musiker – Ulrich Rebmann und Johannes Osswald an der Trompete, Peter Sanders und Gottfried Köll an der Oboe und Jens Amend an der Orgel – gemeinsam zum vollen warmen Zusammenklang fanden.

Zuvor begrüßte Pfarrer Dr. Jörg Mosig die Besucher und freute sich über den inzwischen großen Bekanntheitsgrad der Konzerte am historischen Ort. Mit dem neuen künstlerischen Leiter Jens Amend kündigte er eine „Zäsur in der Kulturarbeit“ an. „Es erfüllt mich mit Stolz, die Leitung der Klosterkonzerte zu übernehmen“, erklärte Amend. Er kenne den hervorragenden Ruf der Konzerte und werde sich bemühen, ihre Qualität zu sichern und neue Akzente zu setzen. Für die beginnende Saison verspreche er eine abwechslungsreiche und ansprechende Musikmischung, wobei neben dem Kirchenraum auch andere Lokalitäten des Klosters ausgenutzt werden sollten.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, neben dem „geistlichen Schirmherrn“ Propst Helmut Wöllenstein der „weltliche Schirmherr“ der Veranstaltungsreihe, lobte die „beeindruckende Umgebung“ der Konzerte. Neben den „Leuchtturm-Projekten“ der Region wie etwa die Documenta spielten vor allem auch viele dezentrale Veranstaltungen eine wichtige Rolle für das Image Nordhessens, das sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt habe.

Den Abendsegen zum Abschluss sprach Propst Helmut Wöllenstein, der der Konzertreihe Erfolg und Segen wünschte. Anschließend trat die erste Neuerung in Kraft: Nach dem Konzert erhielten die Besucher bei einem Sektempfang die Gelegenheit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Der neue künstlerischen Leiter Jens Amend studierte A-Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Es schloss sich ein Aufbaustudium „Künstlerische Ausbildung“ im Fach Orgel in Heidelberg an. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte belegen die breite Tätigkeit Amends. Bei CD-Aufnahmen des Siegener Bachchores, des Posener Knabenchores und der Gießener Petruskantorei wirkte er als Organist mit. Amend gilt als besonders versierter Interpret der Orgelwerke Bachs und der deutschen Romantik. Derzeit konzertiert er an vielen Orgeln in Europa und Südamerika.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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