Warnstreik beim Reddighäuser Hammer - Dienstag in Battenberg

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Mit Fahnen und Spruchbändern: Etwa 80 Mitarbeiter des Reddighäuser Hammers haben am Montag vor dem Werkstor für mehr Lohn und mehr Mitbestimmung gestreikt.

Reddighausen. Sie gingen mit Fahnen und Spruchbändern vor das Werkstor: Etwa 80 Mitarbeiter des Reddighäuser Hammers sind am Montagmittag dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt.

Mit ihrem Warnstreik unterstützten sie die Forderungen der IG Metall in der laufenden Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit.

Die Beschäftigten zogen um 13 Uhr über das Werksgelände vor das Tor. Dort kritisierte IG Metall-Sekretär Bernd Löffler die Arbeitgeber scharf. „Sie wollen uns mit einer viel zu geringen Entgelterhöhung abspeisen“, sagte er. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber reiche gerade so für den Ausgleich der Inflationsrate. „Wir wollen aber eine echte Reallohnsteigerung“, sagte Löffler.

Für die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten als Bestandteil der Tarifverträge setzte sich der Betriebsratsvorsitzende des Reddighäuser Hammers, Bernd Kuhn, ein. „Wir müssen gemeinsam für die unbefristete Übernahme kämpfen, damit die jungen Leute wieder Perspektiven haben“, sagte er.

Zudem sei es wichtig, die Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit zu verbessern. „Wir wollen gute Jobs und faire Bezahlung statt befristeter und mies entlohnter Arbeit“, sagte Kuhn.

Dass die IG Metall nicht ohne Not zum Mittel des Warnstreiks greife, machte Gewerkschaftssekretär Bernd Löffler klar: „Wir wollen eine schnelle Einigung bis zum 20. Mai, aber die Arbeitgeber blockieren seit Wochen eine vernünftige Lösung.“

Die Welle der Warnstreiks werde daher in dieser Woche fortgesetzt. Für Dienstag sind unter anderem die Beschäftigten des Auhammers in Battenberg zum Streik aufgerufen. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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