Ederöffnung beginnt

Wasser als Lebensquell für die Innenstadt

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Verwaltung, Politik, Planer und Bauunternehmen ziehen nicht nur an einem Strang, sondern setzen auch gemeinsam den Spaten zum ersten Stich an: Der Wasserpark soll bis Mitte Oktober bereits komplett fertig sein.Foto: Malte Glotz

Frankenberg - Architektonisch soll der Wasserpark den alten Mühlgraben ins Gedächtnis rufen: Bis Oktober öffnet sich die Innenstadt der Eder.

„Mal ganz ehrlich: Wer ist hier denn schon freiwillig langgegangen?“, fragt Bürgermeister Rüdiger Heß. Er steht zwischen Bremer und Uferstraße, dort, wo bis vor Kurzem noch ein Toilettenhäuschen den freien Blick störte. Ihm antwortet: niemand. Ohnehin war die Frage rhetorisch gemeint: Das Gebiet vom Illerplatz in Richtung Fluss war alles andere als einladend. Bis zum Oktober soll sich das ändern: Bis dann müssen die Bauarbeiten am neuen „Wasserpark“ abgeschlossen sein, um den Anspruch auf Fördergeld zu erhalten.

Und das ist viel: „Das Projekt kostet rund 1,1 Millionen Euro – der städtische Anteil liegt bei etwa 185000 Euro“, erläutert der Bürgermeister beim offiziellen Spatenstich. Gekommen sind viele Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung, von Abwasserwerk und EGF, vom Planungsbüro PLF und der bauausführenden Firma Geissler.

„Der heutige Tag ist auch ein Meilenstein für die Stadtentwicklung“, sagt Heß und erklärt seine Hoffnung: Durch die Eder-öffnung sollen Gäste, insbesondere Radfahrer, in die Stadt gelockt werden. Die Uferstraße wird auf Höhe des heutigen Parkplatzes an die Stadt herangezogen. Auf der Wasserseite entsteht Raum, auf den gleich sechs überregionale Radwege verlegt werden: Die Fernwanderwege R6 und R8, der Ederradweg, der Lahn-Eder-Radweg, der Ohm-Eder-Radweg und die Geo-Radroute Ruhr-Eder. „Es entsteht ein Fahrrad-Rastplatz mit Elektro-Ladestationen“, erläutert Heß. Und selbstverständlich sei es das Ziel, die Radler dann auch über den entstehenden Wasserpark in die Fußgängerzone zu locken. Zugleich sollen aber auch die Frankenberger etwas von dem Park haben: Heß erinnert daran, wie bevölkert der Platz vor dem Landratsamt bei gutem Wetter ist, wie viele Menschen an lauen Abenden schon jetzt den Bahnhofsvorplatz zum Verweilen nutzen. „Das wünschen wir uns auch für hier“, sagt der Rathauschef. Gelingen soll es mit Wasserspielen, Wellenbad, flachen Becken und optisch ansprechender Bepflanzung.

In drei Abschnitten entsteht der Wasserpark in den nächsten vier Monaten, erläutert Bauamtsleiter Karsten Dittmar. Als Erstes sei die Uferstraße dran: „Wir wollen sie während der Arbeiten zweispurig halten“, sagt er über die Hauptverkehrsader. Völlig vermeiden lasse sich eine zeitweilige Ampel-Regelung aber nicht.

Info und Webcam im Netz unter: www.stadtsanierung-frankenberg.de

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