Wasser nicht mehr überall gleich teuer: Stadt Gemünden will erhöhen, Zweckverband doch nicht

Gemünden. Überraschende Wende bei der geplanten Erhöhung der Wassergebühren in Gemünden: Der Wasserleitungs-Zweckverband Gemünden-Bunstruth, der Kernstadt, Grüsen und Sehlen versorgt, hat den Wasserpreis in seiner Sitzung am Dienstagabend doch nicht erhöht.

Obwohl sein Haupt- und Finanzausschuss vorgeschlagen hatte, den Betrag von 1,45 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter zu erhöhen. „Für viele Leute ist es schwer, diese Erhöhung zu bezahlen“, begründete Reinhard Kothe (CDU) die Entscheidung des Zweckverbandes, dem der Stadtverordnete angehört.

Damit steckt die Stadt Gemünden in einem Dilemma: Sie wollte weiterhin alle Stadtteile gleich behandeln und analog zum Zweckverband auch die Gebühr für die städtische Wasserversorgung in Herbelhausen, Schiffelbach und Lehnhausen erhöhen. Obwohl auch dies nicht ausgereicht hätte, um das Minus im städtischen Wasserhaushalt von jährlich 78 000 Euro auszugleichen.

Dafür wäre sogar eine Erhöhung auf 4,57 Euro pro Kubikmeter nötig. „Man kann von uns aber nicht erwarten, sofort mit 100 Prozent zuzuschlagen“, meinte Stadtverordneten-Vorsteher Matthias Lückel (CDU).

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Quelle: HNA

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